Sonntag, 1. November 2009

Auraviren


Im letzten Forum habe ich in Zusammenhang mit der Schweinegrippe bereits das Thema von eigenen und fremden Gefühlen aufgegriffen. Ich möchte darauf aufbauen und den Begriff „Auravirus“ aufbringen und ein paar Worte dazu sagen:

Ein biologischer Virus ist genetische Information, welche andere Zellen missbraucht, um sich selber zu vermehren. Die befallene Zelle geht also nicht mehr den eigenen Aufgaben nach, sondern dient dem Virus und vermehrt stattdessen ihn. In der Regel versucht der Virus dabei, die Zelle möglichst lange am Leben zu erhalten, damit sie ihm auch lange dient.

Nun gibt es das gleiche Phänomen auch in der spirituellen Welt. Auraviren sind spirituelle Elemente, welche die Aura oder die Chakren von Menschen oder natürlich auch anderen Lebewesen befallen, so dass die Aura oder die Chakren nicht mehr ihre ursprünglichen Funktionen erfüllen und stattdessen den Auravirus vermehren.

Die Aura stellt uns selbst in der spirituellen Welt dar und die Chakren dienen unter anderem dazu, diese Aura aufzubauen. Letztere haben aber auch die Aufgabe, uns mit unserer Umgebung zu verbinden. Es ist hier eine Art unsichtbare Verbindung gemeint, etwas, was wir mit „die Chemie stimmt“ oder „Jemand hat eine gute Ausstrahlung“ bezeichnen. Auch Gefühle und Gedanken, die wir zu unserer Umgebung haben, werden von der Aura vermittelt.

Werden wir nun von Auraviren befallen, dann können wir zum Beispiel eben diese Verbindung nicht mehr richtig wahrnehmen, stattdessen, nehmen wir das wahr, was der Auravirus von uns will. Der Auravirus vermehrt sich dann in unserer Aura oder in unseren Chakren, so dass wir dann nicht mehr uns selbst, sondern den Auravirus darstellen. Wir werden dadurch ansteckend und der Auravirus überträgt sich von uns auf andere Menschen, welche dann ebenfalls befallen werden und den Auravirus vermehren.

Der Auravirus bringt uns dabei nicht um. Im Gegenteil, er versucht uns in der Regel lange am Leben zu erhalten, damit wir den Auravirus auch möglichst lange vermehren. Ein Beispiel: Ein Auravirus könnte zum Beispiel der Gedanke. „Reich werden ist erstrebenswert“ sein. Es ist möglich, dass dieser Gedanke tatsächlich unserem eigenen Weg entspricht, dann ist es kein Auravirus. Entspricht er aber nicht unserem eigenen Weg, dann ist er ein fremder Gedanke. Er kann uns aber trotzdem befallen und (wie bei biologischen Viren) je häufiger wir mit ihm in Kontakt kommen, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass wir ihn nicht abwehren können und angesteckt werden. Sobald er sich in uns vermehren kann, beginnen wir unsere Handlungen nicht mehr nach unserem eigenen Weg sondern nach diesem Gedanken zu richten. Nach einer Weile beginnen wir den Gedanken selbst zu äussern entweder in Worten oder durch unsere Lebensweise. Dann hat der Auravirus sein Ziel erreicht und wir vermehren ihn und können dann wiederum andere Leute anstecken.

Sind wir nicht vom „Reich werden ist erstrebenswert“ Virus befallen, dann leuchtet dieses Beispiel ein und vielleicht finden wir es sogar banal. Sind wir hingegen angesteckt, dann sieht es anders aus: Auraviren, die wir bereits in uns haben, können wir kaum erkennen. Auraviren tarnen sich oft so, dass sie uns sagen, dass dieses Gefühl oder dieser Gedanke tatsächlich zu uns gehört. Wir sind dann vollständig überzeugt, dass wir es sind, die reich werden wollen.

 Wie bestimmen wir nun: Was ist fremd? Was gehört tatsächlich zu uns? Mein Vorschlag: Wir hinterfragen grundsätzlich alle Meinungen und heftigen Gefühle und suchen danach, ob diese von einem Virus sein könnten. Manchmal wird es so sein, manchmal nicht. Aber schon allein dadurch, dass wir skeptisch sind, Dinge hinterfragen, hilft unsere Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass sehr viele Gedanken und Gefühle nicht unsere eigenen sind. Und daneben geht es darum, sich immer bewusst zu sein, dass man mit dem Herzen entscheidet, beziehungsweise die Absicht des Universums erfüllt. Als Unterstützung empfehle ich auch schamanische Reisen. Man kann dort zum Beispiel die Frage stellen, von welchen unerkannten Auraviren wir noch befallen sind.

Übrigens, unsere Welt ist nach meinen Beobachtungen sehr stark von Auraviren durchtränkt und wir alle sind auf die eine oder andere Art davon befallen. Fernsehen, Internet und dergleichen sind ideale Verbreitungsmechanismen, wie auch Klatsch mit Bürokollegen oder Freunden. Auch Freizeitaktivitäten, Vereine, Parteien, Haustiere und vieles mehr können dazu dienen, solche Auraviren zu vermehren. Sind Eltern befallen, dann überträgt sich der Virus meist auch auf die Kinder.

Es lohnt sich, nach Auraviren zu suchen, die uns befallen. Suchen Sie dabei nicht nur nach den Viren selbst, sondern nach den Übertragungsmechanismen. Letzteres hilft, die Auraviren wieder los zu werden.

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