Montag, 5. April 2021

Videokonferenzen: Weshalb wir so viel Energie verlieren

Sie heissen Zoom, Teams, GoToMeeting, WebEx, Skype. Seit mehr als einem Jahr kommuniziere ich beim Arbeiten hauptsächlich mittels solchen Videokonferenzen. Gewisse, mir lieb gewordene Menschen, mit denen ich viel zusammenarbeiten muss, habe ich seit Oktober 2019 nicht mehr gesehen. Das heisst, ich sehe sie schon, immer wieder, sogar viel häufiger als vorher, aber immer auf einem Bildschirm. Ich sitze in meinem Zimmer und nehme an einem solchen «Call» nach dem anderen teil, manchmal in dieser Sprache, dann in der nächsten, manchmal sind es Personen aus der Schweiz, manchmal aus der ganzen Welt, manchmal ist es nur eine Person, manchmal eine Gruppe, mitunter sogar mehrere Hundert Menschen auf einmal. Was ich aber jedes Mal beobachte: Ich bin am Ende komplett ausgelaugt. Und zwar viel mehr, als wäre ich an eine Sitzung gereist und hätte die anderen Menschen live gesehen. Sogar dann, wenn diese Reise äusserst mühselig war. Nicht nur bin ich ausgelaugt, sondern eigenartig traurig und deprimiert, manchmal auch sehr aggressiv, nachdem ich auf «verlassen» gedrückt habe – dies, obwohl ich schon zuhause bin und mich gleich irgendeiner Freizeitaktivität widmen könnte. Was läuft hier ab? Irgendetwas gibt es hier zu entdecken.  

Ich bin der Sache nachgegangen und habe folgendes aufgespürt: Jedes technische System, welches wir für unsere Kommunikation einsetzen, parasitiert die Verbindung zu einem anderen Menschen. Verbindungparasiten habe ich schon in einem früheren Blog beschrieben (Schamanismus mit Jakob Oertli: Verbindungsparasitismus: Fallbeispiel Mountainbiker), als ich aufzeigte wie Mountainbiker die Verbindung von anderen Menschen zur Natur parasitieren und mit dieser Energie ihre Identität als Mountainbiker stützen. Ebenfalls habe ich in einem Blog vor zwei Jahren (Schamanismus mit Jakob Oertli: Wieso gibt es etwas und nicht vielmehr nichts? Die schamanischen Konsequenzen einer tiefgründigen Frage.) aufgezeigt, wie Verbindungen das eigentlich Reale sind und nicht die Dinge selbst, obwohl wir uns an diese Identitäten klammern. Bei Videokonferenzen geschieht nun etwas ganz Ähnliches und dies erklärt den Energieverlust. Hierzu möchte ich einen Schritt zurück gehen und das Bild von Wellen in einem Meer aufrufen:

Im Prinzip sind wir Menschen und alle anderen Dinge Teil einer grossen Masse von Verbindungen, welche nicht unmittelbar sichtbar sind, sondern zum Beispiel aus Chakra Verbindungen bestehen und die wir etwa durch die Ausstrahlung oder das Charisma einer anderen Person feststellen. Unser Selbst ist in diesem Bild eine Welle im Meer: Wir sind zwar als etwas Separates erkennbar, aber wir sind immer ein Teil des ganzen Meeres. Das Meer stellt in diesem Bild die Summe aller Verbindungen dar und wir sind während unseres Lebens lediglich ein Teil dieser Gesamtmenge von Verbindungen. «Nur» eine Welle zu sein reicht aber den meisten Menschen nicht – sie wollen eindeutig etwas Separates sein und sie bauen sich im Meer Grenzen auf – sie sind dann vergleichbar etwa mit einer Boje, welche im Meer schwimmt. Dieser Blickwinkel ist sehr häufig und die meisten Menschen würden alle materiellen Dinge des Alltages als separate Einheiten ansehen, so eben wie eine Boje, und nicht als Bündel von Verbundenheit, so wie eine Welle im Meer.

Eine Welle erhält die Energie für ihre Bewegung vom Wind. Analog erhält ein Mensch, der sich als verbundene Einheit empfindet, seine Lebensenergie oder seinen Lebensfunken durch die Verbindung, etwa durch die Liebe. So folgen sowohl Wellen wie auch der verbundene Mensch ihre Wege. Bei einer separaten Einheit ist aber eine zusätzliche Energie notwendig, um die Grenzen zu Anderem aufrecht zu erhalten. Es benötigte etwa Energie, um den Kunststoff der Boye zu produzieren und auch um sie mit einem Anker an Ort und Stelle zu halten. Analog muss auch ein Mensch, welcher eine separate Identität aufbauen will, sich Fremdenergie beschaffen – Liebe allein genügt nicht. Eine Möglichkeit, zu dieser Energie zu gelangen, ist das Parasitieren von Verbindungen. Eine Boje im Meer stört den natürlichen Wellengang. Dabei macht eine einzelne nicht viel aus – aber wenn es ganz viele werden, sieht es anders aus – da hat der Wind kaum mehr eine Chance. Analog stört ein identitätssuchender Mensch die Verbundenheit der Menschen untereinander, der Menschen mit der Natur und so weiter, indem er die Aufmerksamkeit auf sich selbst lenkt – da hat Liebe kaum mehr eine Chance.

Und damit gelangen wir zu Videokonferenzen. Diese sind sehr anfällig auf Parasitismus, denn wir müssen uns vor allem auf materielle Eigenschaften des Gegenübers einstellen. Wir nehmen etwa wahr, wie er spricht oder wie er aussieht. Gleichzeitig sind aber Stimmung, Ausstrahlung oder Chakra Verbindungen wesentlich schwieriger festzustellen. Hierzu sind die Bilder zu klein, zu unscharf, wir bemerken die subtilen Körperhaltungen kaum, die Hintergründe lenken ab, die Kameras werden an und abgestellt, wir können die anderen nicht riechen oder anfassen, Smalltalk geht verloren und vieles, vieles mehr. Wir müssen uns zwar voll konzentrieren, aber wir nehmen hauptsächlich materielle Merkmale wahr und nicht die spirituellen Verbindungen. Wir nehmen also vor allem die Bojen wahr und nicht die Wellen. Damit wird die Verbundenheitsenergie abgesogen.

Aber wer profitiert? Im Fall von Videokonferenzen ist dies einerseits alles Materielle auf der Welt, das heisst die grundsätzliche Philosophie, dass es separate Dinge gibt und dass das Reale nicht Verbundenheit ist. Wir fördern also während dem Call mit unserer Energie die materielle Sichtweise. Dann profitieren alle Einheiten, welche sich als separate Identitäten sehen, alle Menschen also, die Wert auf ein separates Selbst legen. Sehen wir uns als Welle, dann unterstützen wir während der Videokonferenz also alle Bojen. Auf diese Art fördern wir sozusagen die Verschmutzung des Meeres mit Bojen – wohl so lange, bis man gar nicht mehr merkt, dass es eigentlich ein Meer hätte. Wir unterstützen mit unserer Energie das Materielle, bis wir gar nicht mehr feststellen, dass es im Prinzip um Verbindungen ginge.

Dieses Phänomen gibt es natürlich nicht nur bei Videokonferenzen, sondern auch bei normalen Telefongesprächen, bei SMS, bei WhatsApp Meldungen, bei E-Mail-Kommunikation, und sogar beim normalen Sprechen. Die Umstände der Kommunikation führen zu unterschiedlicher Ablenkung durch materielle Parasiten. Ein normales Gespräch, welches zum Beispiel in einem pompösen Sitzungszimmer stattfindet, kann genauso zu einem Energieverlust führen, wie eine Videokonferenz. Aber solche Sitzungszimmer haben wir doch viel weniger häufig als Videokonferenzen und immerhin steht man dort realen Menschen gegenüber, dessen Stimmung man gut wahrnehmen kann. Deshalb sind wohl Videokonferenzen eines der häufigsten gegenwärtigen Situationen, wo Verbindungen parasitiert werden.

Also: Videokonferenzen sind höchst problematisch und benötigen Unmengen von Energie. Wir werden hier richtiggehend parasitiert und ausgelaugt und fördern dabei eine materielle Sichtweise der Dinge. Die Frage lautet nun: Was machen? Wenn wir die Details verändern, so nützt dies wenig: Es gibt nur wenig Verbesserung, wenn wir etwa den Abstand zum Bildschirm verändern, mit dem Hintergrund spielen und dergleichen. Viel wichtiger scheint mir, dass wir uns bewusstwerden, dass dieser Mechanismus besteht und unsere Aufmerksamkeit auf die Verbindung richten, welche ausserhalb des Computers stattfindet. Hierzu lohnt es sich vor der Besprechung die anderen Menschen vorzustellen und gewissermassen in der spirituellen Welt eine Verbindung mit ihnen herzustellen. Wir versuchen also die anderen Menschen zu spüren, bevor wir sie am Computer vor uns haben. Dann bemühen wir uns während der Sitzung uns immer wieder daran zu erinnern, dass es um die Verbindung zu diesen Menschen geht und nicht um deren materiellen Eigenschaften (wie sie aussehen, wie sie sprechen usw.). In anderen Worten müssen wir uns auf die Verbindungen konzentrieren, welche sich ausserhalb des Videosystems abspielen. Zwischen allen Bojen konzentrieren wir uns also nicht auf diese, sondern auf so viel Meer wie wir noch irgendwo sehen. Auf diese Art kann die Verbindung doch noch etwas leben, wir werden als Folge weniger parasitiert und verlieren weniger Energie.






(Quelle, IT-Pro)


In eigener Sache: Der Kurs «Der Schamane zwischen den Welten» wurde auf den 20. November, 2021 verschoben: oberwilerkurse

 

 

Montag, 15. Februar 2021

Mormont

Es war ein sehr kalter Tag im Februar, mit Temperaturen, welche wegen der starken Bise noch kälter wirkten als das Thermometer anzeigte. Wir wanderten von La Sarraz aus entlang von Rebbergen, oberhalb von uns ein Südhang mit einigen Hartlaubeichen, welche mehr an das Mittelmeer erinnerten als an den Canton de Vaud, wären nicht die Eiszapfen an den Felsen gewesen. Einige Blumen erinnerten an die warmen Tage der vorhergehenden Woche. Nach einer handgemalten Tafel, «Attention aux Orchidées», kamen wir zu einer Schutzhütte. Hier müsse man warten, stand auf einer Tafel, sollte eine Sprengsirene losgehen. Dem Personal sei dabei unbedingt Folge zu leisten. Die Hütte bot etwas Schutz vor dem Wind, wir nutzten die Gelegenheit, um etwas warmen Tee zu trinken, um dann, nur einige Meter später, plötzlich am Abgrund einer riesigen Grube zu stehen. Alle paar Meter ein Verbotsschild. Wir gingen entlang der Grube, suchten nach Überresten der rund 250 Schächten, wo vor mehr als 2000 Jahren die keltischen Helvetier Tiere, Menschen und allerlei Gegenstände begruben. Wir sahen nichts. Diese Schächte waren ja auch nach dem sensationellen Fund vor 15 Jahren zerstört worden. Ein Fund, welcher die Einzigartigkeit dieser Stelle hervorgehoben hatte. Unter den Keltenfundorten in Europa gibt es offenbar nur noch zwei oder drei weitere Orte, welche derart wichtig sind, und in der Schweiz war bisher noch keine ähnliche Stelle gefunden worden. Aber eben, von dem sah man nichts mehr. Dafür sahen wir das Lager der ZADisten, Menschen, welche mit einer «Zone à Défendre (ZAD)» ein erstaunlich grosses Dorf aus Zelten und Baumhütten errichtet hatten. Ihr Anliegen ist es, den Rest des Berges vor dem weiteren Abbau durch die Firma Holcim zu retten. Ihnen geht es einerseits um die biologisch sehr wertvollen Gebiete mit vielen Orchideen und natürlich auch darum, dass die Zementproduktion sehr viel Kohlendioxid produziert und deshalb nicht ausgeweitet werden sollte. Trotz der eisigen Kälte herrschte im ZAD-Lager durchaus emsiges Treiben. Nach der schmalen Stelle zwischen Lager und Grube gingen wir weiter zum Sommet du Mormont, genau auf der Wasserscheide zwischen Rhein und Rhone gelegen, ein magischer, wilder Ort. Danach kam der Ancien Canal d’Entreroches, dem Überbleibsel eines Kanals, mit dem man im 17. Jahrhundert die zwei Flüsse Rhein und die Rhone zu verbinden versuchte, so dass Schiffe von der Nordsee bis zum Mittelmeer hätten verkehren können. Kurz danach folgten hässliche Industriebauten, Öllager und die Zementfabrik, bevor wir dann in Ecléplens wieder auf den Zug gingen. Am Bahnhof beobachten wir, wie Arbeiter das Tunnelportal (ja, auch ein Eisenbahntunnel geht unten durch…) vor Steinschlag zu schützen versuchten.

Was hier wie ein Wanderbericht klingt, zeigt auf bedeutende spirituelle Erkenntnisse. Ist man ehrlich mit sich selbst, so kann man hier erkennen, wo man steht und wie es weitergeht. Zuerst zu den Akteuren:

Die Holcim: Für die Zementproduktion baut diese Firma in einer grossen Grube Kalk aus dem Mormont ab. Wegen dem grossen Bedarf an Baumaterial, erweitert sie stetig das Abbaugebiet auf dem Hügel.

Die Helvetier: Die Helvetier hatten vor zwei Tausend Jahren auf dem Mormont ihre wohl wichtigste Kultstätte im Gebiet der Schweiz errichtet. Erkannt hat man dies während dem Kalkabbau an den vielen Schächten, welche mit Skeletten, Kultgegenständen und dergleichen gefüllt waren.

Die Archäologen: In einer Notgrabung haben die Archäologen die Gegenstände und Skelette aus dem Schächten entfernt, beschrieben und konserviert. Die Schächte wurden dann durch den weiteren Abbau zerstört.

Die Naturschützer: Der Mormont hat eine ausgesprochen vielfältige, an das Mittelmeer mutende Vegetation. Pronatura und andere versuchen den Rest des Hügels vor dem weiteren Abbau zu schützen.

Die ZADisten: Die ZADisten haben auf dem Hügel ihre erste Zone dieser Art in der Schweiz errichtet. Mit ihren Körpern wollen sie die Erweiterung der Grube verhindern, dies wegen der vielfältigen Natur und dem CO2 Ausstoss der Zementindustrie.

Der Mormont: Dieser Hügel ist der Schauplatz auf der Wasserscheide, aus Kalk bestehend, vielfältig bewachsen, von dem etwas unklar ist, ob er dies alles einfach hinnimmt oder ob er schreit.

Die Energie des Ortes: Diese beeinflusst zwar unbewusst alles Treiben auf dem Mormont, wird aber von den wenigsten der Beteiligten thematisiert, geschweige denn bewusst wahrgenommen

Der Schamane: Wandert durch das Gelände und beobachtet alles. Er fragt sich: Was geht hier vor?

Wieso kommt hier alles zusammen? Was kann man hier lernen? Hier meine Interpretation:

Alle Beteiligten erkennen auf ihre Art die besondere Qualität des Hügels. Im Kern wollen sie alle dank des Hügels ein erfülltes, befriedigendes Leben führen. Der Zugang und die Motivation sind aber ganz andere:

Die Holcim: Die Holcim erkennt die Qualität des Kalkes. Sie will gewissermassen weiterkommen, indem sie den Berg «aufrisst». Viele Menschen haben auch einen solchen Zugang zum Leben:  Sie sind von materiellen Themen (Häuser, Autos, Geld usw.) behaftet, was sich auch auf spirituelle Themen auswirkt. Wenn sie sich damit befassen, versuchen sie beispielsweise Rituale und Philosophien von anderen zu übernehmen. Wenn sie solche Dinge kopieren, diese also gewissermassen aufessen, dann haben sie den Eindruck, dass sie selbst auch weiterkommen. Hier passt der Ausdruck «Jemand hat die Weisheit mit dem Suppenlöffel gegessen.»

Die Helvetier: Was die Helvetier wollten, weiss niemand. Alles ist nur Spekulation. Aber hier meine: Die Helvetier haben erkannt, dass es sich auf dem Mormont um eine besondere Energie handelt. Nach meinem Eindruck haben sie die vielen Spannungsfelder im Leben erkannt und wollten beim Sterben diese aufheben. Mit den Schächten und den Opfergaben wollten sie diesen Prozess aber stark forcieren. Sie haben dabei übertrieben. Sie wollten etwas herbeizwingen, was sich vermutlich nicht erzwingen lässt. In anderen Worten hatten sie zwar etwas gespürt, waren dann aber zu ungeduldig. Dies ist heute bei vielen Menschen nicht anders, die mit allerlei Zwang (z.B. mit den strikten Regeln eines buddhistischen Klosters) die Erleuchtung schneller erreichen wollen.

Die Archäologen: Die Archäologen haben die Bedeutung des Ortes erkannt und ihn studiert. Aber weiter ist nichts geschehen. Sie sind wie die Menschen, welche über spirituelle Richtungen lesen, sich bestens auskennen, aber nichts in ihrem Leben umsetzen.

Die Naturschützer und ZADisten: Eine bunte Mischung aus verschiedenen Menschen will mit Idealismus den Berg schützen. Sie sehen, der Berg ist krank und bedroht, und sie wollen ihn pflegen. Dies entspricht den Menschen, welche mit spirituellen Methoden anderen helfen wollen, meist ohne diese vorher gefragt zu haben.

Der Mormont: Was der Hügel will, was sein Weg ist, hat niemand nachgefragt. Alle nehmen einfach an, dass sie es am besten wissen. Der Hügel selbst ist wehrlos – sogar das bisschen Steinschlag wird unterbunden. Dies entspricht etwa einem wehrlosen Menschen, etwa einem Kind oder einem Kranken, über den andere bestimmen, die es vermeintlich am besten wissen.  

Die Energie des Ortes: Nach meinem Eindruck – und solches ist immer eine persönliche Wahrnehmung, welche andere Menschen anders sehen können – besteht hier eine starke Verbindung zwischen Himmel und Erde. Ganz viele unterschiedliche Energien oder Stimmungen kommen von allen Seiten zusammen, um sich an einer Stelle gewissermassen aufzulösen damit man vom horizontalen Spannungsfeld in eine vertikale Verbundenheit geraten kann – gewissermassen in eine weitere Dimension. Als mathematischer Vergleich würde man die Spannung aller Zahlen auflösen, durch die Null schlüpfen und so in eine andere Dimension gelangen.

Der Schamane: Der Schamane beobachtet und sucht seinen Weg. Er fragt sich: Wo fresse ich Materielles oder Spirituelles wie die Holcim? Wo pflege ich wie die ZADisten? Wo lese ich mir Wissen an, so wie die Archäologen? Wo übertreibe ich wie die Helvetier? So ehrlich wie möglich, muss er diese Themen in sich selbst suchen und loslassen. Jeder beschriebene Zugang führt nicht zum Ziel. Jeder ist auf seine Art eine Falle. Es geht darum, jede dieser Tendenzen loszulassen. Dies heisst nicht, dass man nicht den Berg schützen kann, kein Kalk verwenden kann, aber jeder Umgang soll auf dem eigenen Weg sein. So findet man den Ort, wo sich die horizontalen, das heisst die Spannungsfelder des Alltages auflösen und man in die Verbundenheit zwischen Himmel und Erde gerät. Vermutlich wird dies aber erst beim natürlichen Tod möglich sein – aber während dem Leben geht es darum, dies ständig zu versuchen.

Nebenbei bemerkt, dieses Konzept der Auflösung von «horizontalen» Spannungsfelder, um dann die Verbundenheit zwischen Himmel und Erde in der «Vertikalen» zu spüren, besteht an vielen vorgeschichtlichen Standorten. Dies zum Beispiel in den grossen Dolmen von Spanien oder Irland, wo man zuerst durch einen engen Gang kriecht, bevor man in einer viel grösseren Kammer aufstehen kann.

Zum Schluss noch dies:

Ab 1. März sind Kurse voraussichtlich wieder möglich. Die beiden Kurse vom März sind:

Die Schamanische Reise ins eigene Leben, 6. März: Obihaus – Kurse

Schamane zwischen Welten, 20. März: oberwilerkurse

Dieses Forum kann abonniert werden. Bitte zuunterst die E-Mail-Adresse eintragen. Danke!

 


Grube der Holcim auf dem Mormont, im Vordergrund der ehemalige Standort der Schächte der Helvetier, im Hintergrund das vorderste Baumhaus der ZADisten.