Freitag, 1. Juni 2012

Medizinische Behandlung aus seelischer Sicht


Aufbauend auf den Darstellungen der Seele in früheren Foren, möchte ich in dieser Ausgabe auf  die Wirkungsweise medizinischer Behandlungen eingehen. Zuerst  - als Erinnerung - kurz die drei wichtigsten Merkmale der Seele:

·         Die Seele stellt in Ergänzung zum Körper eine zusätzliche Richtung oder Dimension dar,  das heisst die Seele ist der Körper plus Zeit und Bewusstsein. In anderen Worten: Der Körper ist ein Teil der Seele und nicht umgekehrt. Es ist  nach dieser Anschauungsweise also nicht so, dass wir eine Seele haben, sondern die Seele hat uns (als Körper).

·         Alles hat eine Seele: Neben Menschen, Tieren, Pflanzen, Steinen sind auch materielle Gegenstände, Ideen oder Konzepte beseelt.

·         Die Seele ist ein Netzwerk, bestehend aus Seelenknoten („unsere“ Seele im engeren Sinne) und aus Seelensträngen (die Verbindungen zu anderen Seelenknoten). Ein Seelenknoten ist die Summe aus einer grossen Anzahl von Seelensträngen, ähnliche wie eine Welle im Meer aus zahlreichen kleineren Wellen besteht oder wie ein Orchester aus vielen Musikern besteht.

Die Wirkungsweise medizinischer Behandlungen, sei dies durch Schul- oder Alternativmedizin, lässt sich mit diesem Modell schön erklären. Betrachten wir dies aus der Sicht der drei Merkmale:

Der Körper als Teil der Seele:

Der Körper ist ein Teil der Seele und deshalb ist es nicht möglich, etwas dem Körper hinzuzufügen oder ihm etwas zu entziehen, ohne dass dies die seelische Ebene beeinflusst. Umgekehrt ist nur dann gewährlistet, dass eine nachhaltige Heilung zustande kommt, wenn auch auf der Ebene der Seele eine Heilung geschieht. Ziel jeder medizinischer Behandlung müsste es also sein, auf der seelischen Ebene eine Heilung zu initiieren, so dass der Körper ebenfalls nachhaltig geheilt ist.

Alles hat eine Seele:

Nicht nur Menschen, Tiere, Pflanzen oder Steine sind beseelt, sondern auch Behandlungsmethoden, Medikamente, Spitäler, Praxen und dergleichen. Alles hat nach dieser Vorstellung ein Bewusstsein – wenn auch ein unterschiedliches. Enthalten in der Seele einer Arztpraxis sind zum Beispiel das Personal, die Patienten die schon dort waren, die Einrichtungsgegenstände, der Ort, an dem die Praxis steht und so weiter.

Der Seelenknoten als Summe von Seelensträngen:

Medizinische Behandlungen sind Seelenstränge, welche Teil unseres Seelenknotens werden. Es sind meist sehr viele Seelenstränge, die hier eine Rolle spielen, so zum Beispiel die des Medikamentes, des medizinischen Personals, des Spitals und so weiter. Die Gesamtheit dieser Seelenstränge beeinflusst nun den Seelenknoten. Dies lässt sich mit einer Welle im Meer vergleichen, zu welcher zusätzliche Wellen hinzugefügt werden, um die Gesamtwelle zu verändern. Solches kann nun die Heilung unterstützen oder auch nicht, je nachdem wie die neuen Seelenstränge mit dem Gesamtknoten und mit den die Krankheit auslösenden Seelensträngen im Knoten reagieren. Dies lässt sich mit einem Orchester vergleichen, welches nicht mehr gut spielt. Es werden nun neue Musiker, eventuell neue Noten und vielleicht andere Instrumente eingefügt. Führt dies dazu, dass nun das Orchester besser spielt? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Auf der seelischen Ebene ist eine medizinische Behandlung also eine sehr komplexe Sache, dessen Einfluss auf den Seelenknoten kaum prognostizierbar ist. Zudem betrachten wir diese Themen meist nur auf der körperlichen Ebene ohne Berücksichtigung der Seele. Nochmals der Vergleich zum Orchester: Wir wechseln nur die Instrumente aus und beachten weder die Spieler noch die Noten.

Diese drei Elemente erklären nun, wieso gewisse Menschen gut auf bestimmte Behandlungsmethoden reagieren und andere nicht, wieso dass in einem Fall starke Nebenwirkungen entstehen, im anderen nicht, wieso die einen Menschen Rückfälle haben die anderen nicht, wieso bei gewissen Menschen nach einer gewissen Zeit ganz neue Krankheiten entstehen und andere nachhaltig gesund sind: Das Zusammenspiel aller Seelenstränge ist zu komplex und für jeden Menschen anders, als dass auf der seelischen Ebene eine Prognose gemacht werden könnte. Manchmal wirkt es, manchmal nicht.

Wie gehen wir nun vor? Hierzu ist es nötig, eine weitere Ebene mit ins Spiel zu bringen – die der Entscheidung. Wollen wir uns in den Fluss der Liebe begeben, dann müssen wir jede Entscheidung mit dem Herzen fällen. Dieser Grundsatz gilt auch für medizinische Behandlungsmethoden. Der Arzt, die Behandlung, die Medikamente, die Apotheke – alles sind Entscheidungen. Fällen wir diese mit dem Herzen, so müssen wir uns nicht um das komplexe Zusammenspiel kümmern. Es ist dann so, wie wenn wir Wasser in einen Bach bringen. Das bisherige und das zusätzliche Wasser verbinden sich auf eine natürliche Art und der Bach fliesst weiter in seinem Bachbett bergab. Also: Wir müssen anerkennen, dass es nicht möglich ist, die Wirkung einer Behandlungsmethode auf der Ebene der Seele vorauszusagen, deshalb – um im Fluss der Liebe zu bleiben – Entscheiden wir konsequent mit dem Herzen.

Die Bedeutung dieser Herzentscheide kann ich nicht genügend unterstreichen, denn eine medizinische Behandlung ist nicht etwas Fremdes, sondern sie wird auf der Ebene der Seele buchstäblich ein Teil unser selbst. Schlucken wir ein Aspirin, so wird die Seele – das Bewusstsein – des Aspirins ein Teil von uns selbst. Im Bewusstsein des Aspirins enthalten sind unter anderem der Erfinder, der Pharmakonzern, der Transport, die Lagerung, die Apotheke und so weiter. In diesem Sinne ist die Seele jeder Aspirintablette unterschiedlich. Und weil sowohl der Aspirin-Seelenknoten, wie auch unsere eigener, sehr komplex sind, können wir nicht wissen, wie alles zusammen reagieren wird. Also: Die Seele eines Aspirins wird ein Teil von unserer Seele, die Seele eines Spitals wird ebenfalls ein Teil von unserer Seele und so weiter. Dies sollte uns immer bewusst sein und als Motivation dienen, alle Entscheidungen sorgfältig zu fällen.

Das Wissen um die seelischen Zusammenhänge birgt aber auch eine Chance. Klar, es geht immer darum, mit dem Herzen zu entscheiden, welche medizinischen Behandlungen wir annehmen wollen und welche nicht, trotzdem können wir aber die Behandlungsmethoden beeinflussen (sofern unser Herz ja sagt): Der Seelenstrang einer Behandlung wirkt stärker, wenn wir ihr mehr Aufmerksamkeit schenken. (Seelen sind Wellen, mit mehr Aufmerksamkeit verstärkt sich die Amplitude…). Wenn wir also dem Medikament, der Apotheke, dem Pharmakonzern oder dem Arzt mehr Aufmerksamkeit schenken, dann wirkt der entsprechende Seelenstrang stärker (wie jedoch genau die Interaktionen mit dem Seelenknoten sein werden, lässt sich natürlich genauso wenig voraussagen). Es ist also nicht nur ein Entscheid des Herzens, welche Behandlungsmethode wir wählen, sondern auch wie viel Aufmerksamkeit wir jedem Element geben.

Dies ist natürlich einfacher gesagt als getan. Haben wir den Eindruck, dass wir zum Beispiel dem Spital kaum Aufmerksamkeit geben wollen (weil wir spüren, dass das Spital nicht ein Teil von uns werden soll), so kann unsere Abwehr oder Ablehnung genau dazu führen, dass wir dem Spital sogar mehr Aufmerksamkeit geben als wir sonst würden. Statt Ablehnung ist es in einem solchen Fall nützlich, die Aufmerksamkeit bewusst auf das zu lenken, was wir fördern wollen, zum Beispiel auf den gesunden Zustand unseres erkrankten Organs.

Schauen wir uns beispielhaft einige Behandlungsmöglichkeiten an und wie sie auf der seelischen Ebene wirken können. Diese Darstellungen sind selbstverständlich vereinfacht. Im Detail sind die Dinge komplexer:


Herzschrittmacher: Ein Herzschrittmacher stellt symbolisch die Wirkungsweise einer Behandlung auf der Ebene der Seele dar. Das Herz schlägt in einem Rhythmus, genau wie dies Seelen auch tun. Ist dieser Rhythmus nicht mehr dem Körper angepasst, so wird mit einem Schrittmacher nachgeholfen, welcher dem Herzen einen neuen Rhythmus auferlegt. Die Behandlung hat also eine Schwingung, welche die Schwingung des erkrankten Organes beeinflusst. Damit alles funktioniert, muss die Schwingung des Herzschrittmachers dem Bedarf des Körpers angepasst werden. Diese körperliche Behandlungsmethode zeigt symbolisch, was bei allen anderen Behandlungen ebenfalls geschieht.

Antibiotika: Ein Antibiotikum ist eine Bremse, welche die Schwingung einzelner Seelenstränge verlangsamt oder sogar stoppt. Ein wirksames Antibiotikum hat Seelenstränge, welche die Schwingung der Zielbakterien auslöschen. Resistenzen entstehen auf der seelischen Ebene dadurch, dass die Wellenlängen der Seelenstränge des Bakteriums sich leicht verschieben, womit diese Auslöschung nicht mehr geschieht. Das Antibiotikum kann natürlich auch andere Seelenstränge stoppen, welche die gleiche Wellenlänge oder es kann auf andere Arten den Seelenknoten beeinflussen.  Beides führt zu Nebenwirkungen.

Gipseinband bei Knochenbruch: Bei einem Knochenbruch hat die Schwingung der Seelenstränge der betroffenen Steele aufgehört. Seelisch gesehen lässt sich ein Knochenbruch zum Beispiel mit einem Plattenspieler vergleichen, der aufgehört hat zu drehen. Die Seele des Gipses stellt diese Schwingung wieder her, ähnlich wie wenn man von Hand den Plattenspieler solange dreht, bis er wieder von alleine geht. Hier ist der Zusammenhang vergleichsweise einfach, weshalb solche Behandlungen meist auch erfolgreich sind.

Chemotherapie: Krebs äusserst sich als chaotische, unkontrollierte Bewegung der Seele, schöne Wellen bei den Seelensträngen sind kaum mehr sichtbar. Eine Chemotherapie bremst dieses Chaos, stoppt aber nicht nur das Chaos sondern gleichzeitig zahlreiche andere Seelenstränge. Die Schwingung des ganzen Seelenknotens wird deshalb eingeschränkt, wir verlieren zudem ein Teil der Bestandteile unserer Seele oder können sie nicht mehr wahrnehmen.

Homöopathie: Homöopathie wirkt definitionsgemäss nicht auf der körperlichen, sondern auf der Ebene der Seele. Durch das Verdünnen und Schütteln werden Seelenstränge dem Lösungsmittelzugefügt, welche dann Teil unseres Seelenknotens werden. Obwohl hier direkt auf die Seele eingewirkt wird, ist genauso wenig prognostizierbar, wie diese Seelenstränge auf unseren Seelenknoten wirken. Zu beachten ist, dass der Seelenknoten des Mittels nicht nur aus der verdünnten Substanz besteht, sondern der Seelenknoten des Mittels beinhaltet zusätzlich auch Seelenstränge der Person oder Anlage, welche schüttelt und verdünnt, den Transport, die Lagerung, den Verkaufsort und so weiter. Ein homöopathisches Mittel gleicht deshalb nicht einem anderen, auch wenn es auf dem gleichem Ursprung basiert. 

Aus den Erkenntnissen über die seelischen Zusammenhänge bei medizinischen Behandlungen lassen sich zusammenfassend einige Tipps ableiten:

·        Medizinische Behandlung zurückhaltend annehmen. Jeder Behandlung verändert unseren Seelenknoten und die Auswirkungen sind nicht prognostizierbar.

·        Jedes Element der Behandlung ist wichtig. Entscheiden Sie alles mit dem Herzen, damit Sie im Fluss der Liebe bleiben.

·        Entscheiden Sie auch mit dem Herzen, auf welche Elemente der Behandlung Sie Ihre Aufmerksamkeit richten wollen und auf welche nicht.

Dienstag, 1. Mai 2012

Die Seele als Thema


Im letzten Forum behandelte ich „Seelen, die es auf uns abgesehen haben“. In dieser und in den nächsten Ausgaben möchte ich mich weiter mit dem Thema „Seele“ auseinandersetzen. Im Moment erforsche ich dieses Thema intensiv und möchte meine Beobachtungen vorstellen. Wie angekündigt, soll in dieser Ausgabe das Thema „Seelenchakren“ näher behandelt werden.

Bevor ich jedoch darauf eingehe,  muss ich genauer erklären, was ich unter einer Seele verstehe. Dieser Begriff wird sehr unterschiedlich verwendet und damit wir vom gleichen sprechen, ist es notwendig, dass ich ihn zuerst definiere. Ich unterscheide grundsätzlich drei Ebenen oder Pole des menschlichen Daseins:

Das Materielle oder den Körper. Diese Ebene ist identisch mit der materiellen Welt. Hier nehmen wir die Welt mit unseren Sinnesorganen (Augen, Nase etc.) wahr, wir sehen Farben, spüren die Struktur eines Gegenstandes, empfinden Wärme oder Kälte und dergleichen. Es gelten die üblichen physikalischen Gesetzmässigkeiten, zum Beispiel spüren wir die Erdanziehungskraft oder die Zeit verläuft linear, das heisst morgen ist noch nicht da und gestern ist schon vorbei. Die materielle Welt ist also unser normaler Alltag, unsere übliche Wahrnehmung. Sind wir krank dann spüren wir hier Schmerz, Übelkeit oder wir haben Fieber und Stoffwechselstörungen.

Die Aura oder den Energiekörper. Um jeden Menschen, aber auch um jedes Tier, jede Pflanze, jeden Stein, überhaupt um jeden Gegenstand herum befindet sich eine Aura. Diese ist ein Energiefeld oder eine Ausstrahlung, welche mit unseren normalen Sinnesorganen nicht direkt wahrnehmbar ist. Wir stellen sie jedoch zum Beispiel als Ausstrahlung einer Person oder eines Ortes fest. Oder wir sagen, dass die „Chemie“ stimmt, oder dass jemand Charisma hat. Die Verbindung zwischen Körper und der Aura wird mit sogenannten (Aura)-Chakren hergestellt. In der Aura spüren wir auch Gefühle wie Wut, Angst oder Sehnsucht.

Die Seele. Sie belebt oder beschwingt das Körper-Aura-System. Ohne sie würden wir nicht leben. In der Seele spüren wir Empfindungen wie Vertrauen oder Verzweiflung. Hier befindet sich auch unser Bewusstsein – das, also, was unsere Essenz darstellt und beobachten kann, dass es uns gibt.

Jeder Pol beziehungsweise jede dieser Ebenen ist ein Teil der jeweils höheren, so ist der Körper ein Teil der Aura und diese ein Teil der Seele. Von diesen drei Ebenen, ist die Seele demnach die umfassendste. Folgen wir unserem Weg, entscheiden wir also mit dem Herzen, dann eröffnen wir eine weitere Dimension. Dann bewegen sich alle drei Pole Richtung Liebe.

Betrachten wir die Seele etwas genauer, dann erkennen wir weitere Merkmale:

·         Die Seele ist Bewusstsein, welches sich in der Zeit ausdehnt.

·        Die Bewegung des Bewusstseins in der Zeit erfolgt wellenartig. Aus diesem Grund lassen sich die Beobachtungen, Erkenntnisse und Gesetzmässigkeiten von Wellen auf Seelen übertragen. (Auf die Konsequenzen daraus werde ich in späteren Foren detaillierter eingehen).

·        Wie eine Welle im Meer, besteht auch eine Seelenwelle aus vielen Teilwellen beziehungsweise Teilseelen. Was wir an einer Stelle als Gesamtwelle wahrnehmen ist die Summe vieler einzelner Wellen, welche oft ganz eigene Wege gehen und ganz verschieden gross sind. Unser Bewusstsein ist demnach aus ganz vielen unterschiedlichen und oft unabhängigen Teilen aufgebaut.

·        Unser „Ich“, gewissermassen „unsere“ Seele ist also die Summe vieler Teilseelen beziehungsweise die Summe vieler einzelner Einheiten des Bewusstsein zu einem bestimmten Zeitpunkt. „Unsere“ Seele ist also komplex aufgebaut und verändert sich also dauernd.

·        Eine solche Anhäufung von Elementen des Bewusstseins nenne ich Seelenknoten. Die einzelnen Bewusstseinselemente – die Teilwellen -  sind Seelenstränge. Wo also mehrere Seelenstränge zusammenkommen, entsteht demnach ein „Ich“.

·        Ein Seelenstrang kann ein Teil von mehreren Knoten sein (d.h. einzelne Elemente unseres Bewusstseins teilen wir beispielsweise mit anderen Menschen).  Auch können die Knoten im Verlauf der Zeit Seelenstränge verlieren oder andere hinzugewinnen, d.h. wir verlieren gewisse Elemente unseres Bewusstseins während unserer Entwicklung und gewinnen andere dazu.

·        Jeder Seelenknoten und jeder Seelenstrang kann sich in der Zeit vorwärts und rückwärts bewegen, ebenso können sich beide zu mehr oder weniger Bewusstsein entwickeln.

·        Das ganze System bewegt sich zusätzlich in einer weiteren Dimension – dort, wo wir entscheiden. Hier können wir unseren Weg gehen oder nicht, entscheiden, ob wir dem Herzen folgen oder nicht.  Entscheiden wir beispielsweise konsequent mit dem Herzen, dann füllen wir diese Dimension und überhaupt das ganze Gebilde mit Liebe aus.

 





Schematische und stark vereinfachte Darstellung von Seelenknoten und Seelensträngen. Seelenknoten sind Anhäufungen von Seelensträngen. Die Seelenknoten sind nicht stationär sondern bewegen sich ebenfalls. Unsere Entscheidungen bilden eine zusätzliche Dimension (rot, zweite Grafik). Entscheiden wir konsequent mit unserem Herzen, dann wird das ganze Gebilde zu Liebe.

Alles in allem sind Seelen nach dieser Vorstellung viel weniger diskret, als wir uns das gewohnt sind. Allenfalls können wir „unsere Seele“ als den Seelenknoten definieren, doch ist dieser stark abhängig von den Seelensträngen, welche ihn ausmachen und sind demnach einer ständigen Änderung unterworfen. Jede Betrachtung „unserer Seele“ muss also ebenfalls die Seelenstränge behandeln und somit zwangsläufig auch andere Seelenknoten. Wir sind also sehr stark in dieses Netzwerk eingebunden. Anders ausgedrückt: Ich bin auch alle anderen und alle anderen sind auch ich. Gehen wir Richtung Liebe, geht alles Richtung Liebe und umgekehrt. Wir haben also eine riesige Verantwortung und gleichzeitig auch eine grosse Chance.

Zu kompliziert? Zeit für eine Analogie: Versuchen wir Körper, Aura und Seele mit einem Eisenbahnsystem zu vergleichen.

Bahnhof und Gleise stellen die materielle Welt dar. Jeder Bahnhof entspricht einem Körper und die Gleise sind die physikalischen Verbindungen, z.B. Licht oder die Schallwellen, mit denen wir die physikalische Welt wahrnehmen.

Die Züge stellen die Aura dar. Einfahrts- und Ausfahrtssignale stellen die Aurachakren dar.

Die Passagiere sind die Teilseelen. Dann, wenn sie in einem Bahnhof zusammenkommen, sind sie Bestandteil einer bestimmten z.B. „unserer“ Seele. Die Passagiere sind aber auch von Bahnhof zu Bahnhof unterwegs – dann sind sie Seelenstränge.  Kommen sie an einem anderen Bahnhof an, dann sind die gleichen Passagiere Bestandteil eines neuen Seelenknotens. Jeder Passagier ist nicht nur Teil eines einzigen Bahnhofes, sondern immer mehreren und die Passagiere sind auch immer Bestandteil der Verbindungen zwischen den Bahnhöfen. Die Seelenchakren (siehe nächstes Thema) sind Orte, an denen Kontrollen zum Bahnhof oder zum Zug durchgeführt werden (z.B. die Billetkontrolle im Zug oder eine Eingangspforte zum Bahnhof, die Türen des Zuges usw.). Schliesslich können die Passagiere entscheiden – dies die nächst höhere Ebene – wohin sie fahren. Folgen sie ihrem Herzen, dann wird das ganze Netzwerk Liebe.

Zum Schluss nochmals die wichtigste Konsequenz dieser Betrachtungsweise der Seelenwelten. Das „Ich“ oder „unser“ Bewusstsein ist viel weniger als Einheit zu betrachten, als wir dies herkömmlicherweise glauben. Stattdessen sind wir auf der seelischen Ebene sehr vernetzt und bestehen aus vielen einzelnen Teilen, welche gleichzeitig Teile von anderem sein können. Hinzu kommt, dass wir im Verlauf unserer Entwicklung immer wieder seelisch neu zusammengesetzt werden weil gewisse Seelenstränge entfallen und andere hinzukommen.

Diese Vernetzung führt dazu, dass wir von einer eigentlichen Ökologie der Seele sprechen können. So gibt es Seelenknoten, welche stark im Sinne der Liebe entscheiden (dies sind wie die Pflanzen, welche Sonnenenergie nutzen können) und solche die sich von diesen ernähren. Letztere sind dann die parasitischen Seelen, welche ich im letzten Forum thematisierte.

Noch eine letzte allgemeine Bemerkung: Alles hat eine Seele, alles ist beteiligt an Knoten und Strängen, nicht nur Menschen, auch Tiere, Pflanzen, Steine oder Mikroorganismen. Aber auch unbelebte Gegenstände oder abstrakte Ideen sind beseelt und unterliegen den beschriebenen Mechanismen.

Die Seelenchakren
Seelenchakren als Pforten zum Seelenknoten

Seelenstränge treffen konzentrierten an bestimmten Orten des Körpers auf die Seelenknoten. Diese Ein- und Ausgänge - gewissermassen die Pforten zu den Seelenknoten -  nenne ich Seelenchakren.  Diesen Begriff habe ich in Analogie zu den entsprechenden Öffnungen in der Aura gewählt. Er soll aber nicht mit ihnen verwechselt werden. Hier geht es um die Seele, dort um die Aura.

Gemäss meinen Beobachtungen, befinden sich die Hauptseelenchakren an folgenden Orten, welche zum Teil an ähnlichen Stellen sind wie die Aurachakren:

1.     Zwischen den Beinen

2.     Vorne und hinten im Bereich der Leber, auf der rechten Seite mehr oder weniger dort, wo die Rippen enden.

3.     Vorne und hinten im Bereich der Niere, auf der linken Seite, wiederum dort, wo die Rippen enden.

4.     Rechts, vorne und hinten,  zwischen Schulter und Brust.

5.     Links, vorne und hinten,  zwischen Schulter und Brust.

6.     Auf dem Scheitel.

7.     Vorne und hinten im Bereich des Herzens.

Nochmals, um möglichen Missverständnissen aus dem Weg zu gehen. Die Seelenchakren sind nicht das gleiche, wie die Aurachakren beziehungsweise, dem, was üblicherweise mit dem Begriff Chakra verstanden ist.

 


 
Orte der wichtigsten Seelenchakren
 

Ich habe folgende Merkmale an Seelenchakren beobachtet:
 
Sie drehen sich im Gegenuhrzeigersinn - also genau in der entgegengesetzten Richtung wie die Chakren der Aura.
 
Ebenfalls im Gegensatz zu den Chakren der Aura, haben sie keine speziellen Themen (dies meine vorläufige Beobachtung, die sich aber noch ändern kann). Bestimmte Seelenstränge können bei allen Pforten Ein- oder Ausgang finden.
 
Die Seelenchakren bestimmen welche Seelenstränge oder Seelenverbindungen zu uns gelangen. Sie entscheiden also, welche Arten von Bewusstsein uns erreichen und welche nicht. Das Herzseelenchakra ist unsere seelische Verbindung zur Liebe. Die anderen Chakren verbinden uns mit anderen Seelenknoten. Ist unser Herzseelenchakra offen, dann können wir uns so entscheiden, dass wir immer mehr und mehr Richtung Liebe gehen.  

Idealerweise sind wir (damit meine ich immer unser Seelenknoten) mit der Liebe verbunden. Wir nehmen mit offenen Seelenchakren andere Elemente des Bewusstseins auf und senden diese wieder ab – dank unserer Verbindung mit der Liebe jedoch mit dieser angereichert. So können wir im ganzen Seelennetzwerk Liebe ausbreiten lassen.

Oft sind diese Pforten jedoch nicht gesund sondern können allerlei Veränderungen oder Verwundungen aufweisen. Dies führt dazu, dass wir verstärkt problematische Seelenstränge aufnehmen und diese eventuell sogar verstärkt negativ wegsenden. In diesen Fällen wird das Negative, das Problematische im Seelennetzwerk verbreitet. Hier einige Beispiele von kranken Seelenchakren.  

 


Mögliche Veränderungen und Wunden in den Seelenchakren.
 
Damit wir Liebe verbreiten können, müsste es unser Anliegen sein, die Seelenchakren zu heilen. Eine Möglichkeit hierzu ist die schamanische Reise: Hier können wir erfahren, wie unsere Seelenchakren aussehen und was wir unternehmen können, um sie zu heilen. Zusätzlich wird – sind wir uns unseren Seelenchakren bewusst – uns der Alltag in zahlreiche Situationen führen, welche eine Heilung ermöglichen. Oft wird zur Heilung das Zulassen von alter Verzweiflung gehören sowie die Entscheidung, das entsprechende Seelenchakra zu öffnen und kreisen zu lassen.

 

 

Sonntag, 1. April 2012

Seelen, die es auf uns abgesehen haben


In der Welt der Seelen geht es ähnlich zu und her wie in der Welt der Biologie: Neben Pflanzen, Tieren oder Pilzen, gibt es Räuber, Parasiten, Bakterien, Viren und dergleichen. In diesem Artikel möchte ich auf Letztere eingehen und Mechanismen aufzeigen, wie andere Seelen vorgehen, wenn sie es auf uns abgesehen haben und wie wir damit umgehen können. Wieso ist so etwas ein Thema? Was wir in unserer realen Welt beobachten entspricht selten den Vorgängen in der spirituellen Welt. Was hier freundlich erscheint, kann in seelischen Bereichen durchaus parasitär sein. Oder umgekehrt, was hier problematisch wirkt, kann in der spirituellen Welt völlig unkritisch sein. Schein und Sein ist nicht das Gleiche. Es lohnt sich also, unsere Wahrnehmung für parasitische Mechanismen in der Welt der Seelen zu schärfen.

Zuerst jedoch einige Bemerkungen: Erstens: Ich spreche hier von Mechanismen auf der Ebene der Seele. Selbstverständlich gibt es analoge Vorgänge auch auf der Ebene der Aura.[1]

Zweitens: Alles ist beseelt, nicht nur Menschen, Tiere und Pflanzen, sondern auch Steine, Gegenstände auf abstrakte Dinge, wie Ideen oder Projekte. Die beschriebenen Vorgänge betreffen also auch diese Seelen.

Drittens: Auf der Ebene der Seele geht es vor allem um Fragen des Bewusstseins. Die Angriffe anderer Seelen betreffen zielen darauf, meist indem sie unsere Aufmerksamkeit auf sich lenken. Die Energie auf der Ebene der Seele ist also meist Aufmerksamkeit.  

Viertens: Von aussen können wir nicht beurteilen, ob ein bestimmter Vorgang bei anderen am Stattfinden ist oder nicht. Das gleiche Verhalten kann in einem Fall Parasitismus darstellen, im anderen nicht – am Ende können wir nur bei uns selbst herausfinden, ob Parasitismus im Spiel war oder nicht. Die Beispiele stellen also nur Möglichkeiten dar.

Die nachfolgenden Mechanismen des Seelenparasitismus lehne ich an die Biologie an:




 
Auch die Erde wird bedrängt und parasitiert. Kartenausschnitte 1880, 1955 und 2006 von Brugg und Windisch. Neue Häuser und Strassen breiten sich auf der Erdoberfläche aus und verdrängen alte Strukturen. Quelle: GIS Kanton Aargau.

Seelen, die andere verdrängen: Dies geschieht, wenn andere Seelen unseren eigenen Weg einnehmen, welcher dann für uns blockiert ist. Dies geschieht zum Beispiel dann, wenn andere Menschen sich plötzlich für unsere Dinge interessieren, obwohl sie das vorher überhaupt nicht taten. Sie besetzen dabei unseren Weg, der dann nicht mehr frei ist. Dies geschieht wenn zum Beispiel Eltern sich für die Leidenschaften der Kinder interessieren und sich derart in deren Weg einmischen, dass dieser nicht mehr eigenständig gegangen werden kann. Dies kann auch dann geschehen, wenn Mütter, die sich an den Kleidern der Töchter orientieren oder der Arbeitskollege sich immer mehr am eigenen Arbeitsprojekt einmischt usw. In der Geschichte der Menschheit geschieht immer wieder, dass spezielle Orte oder Kraftorte von der herrschenden Kultur mit eigenen Bauten besetzt werden (Kapellen werden auf alte Kultorte gebaut, alte Geschichten und Rituale werden zu eigen gemacht wie zum Beispiel Ostern durch das kirchliche Christentum).

Räuberseelen: Analog zu einem räuberischen Tier, welches sich von anderen Tieren ernährt, können andere Seelen buchstäblich unsere eigene Seele auffressen. Dies führt zwangsläufig zu unserem Tod, oder zumindest zum Verlust unseres Bewusstseins. Zu beachten ist, dass auch nur Teile unserer Seele gefressen werden kann, wodurch wir zwar nicht sterben, aber doch ein Teil unseres Bewusstseins verlieren. Letzteres geschieht zum Beispiel dann, wenn bei einem Kind die Begeisterung für etwas unterdrückt wird bis das Kind sich nicht mehr damit beschäftigt. Hier stirbt dann ein Seelenteil, welcher mit dieser alten Begeisterung zu tun hatte. Die Seelen der Eltern hatten auf Kosten der Kinder einen einmaligen Energiegewinn.

Weidende Seelen: Dies sind Seelen welche ziemlich wahllos von allen verfügbaren anderen Seelen ernähren analog zu einer Kuh auf einer Weide. Beispiele hierfür sind Firmenchefs welche mit Angst führen, Piloten von Kleinflugzeugen, welche die Aufmerksamkeit ganzer Landstriche auf sich ziehen oder Plakatkampagnen in der Werbung.

Parasitenseelen: Parasitenseelen ernähren sich zwar von uns, bringen uns aber im Gegensatz zu räuberischen Seelen nicht oder zumindest nicht sofort um. Wir sind dann das lebendige Nahrungssubstrat für die andere Seele, unser Bewusstsein füttert ständig die andere Seele indem immer ein Teil der Aufmerksamkeit auf sie gerichtet ist. Wiederum kann dies entweder unser ganze oder auch nur ein Teil unseres Bewusstseins betreffen. Seelenparasitismus ist äusserst häufig, unsere Arbeitgeber, Firmen, die uns etwas verkaufen wollen, der Staat, andere Familienmitglieder usw. verwenden häufig Seelenparasitismus. Der Nationalstaat sagt uns zum Beispiel, dass wir Schweizer, Deutsche oder was auch immer sind. Diese Idee ist dann ein Parasit, denn ein Teil unserer Wahrnehmung gilt dieser künstlichen Identifikation und wir geben so immer etwas Aufmerksamkeitsenergie ab – im Extremfall sterben wir sogar für „unser“ Land. Aber auch im Kleinen: In einer Familie dominiert das Weltbild eines Mitgliedes, die anderen Familienmitglieder entfalten sich nicht sondern helfen die Ziele der Hauptperson zu erfüllen. Oft ist es sogar so, dass der Parasit das Verhalten des Wirtes (des Opfers also) verändert, damit er besser zu seiner Nahrung kommt. Ein Ehepartner macht so lange am anderen herum, bis dieser sich zu einem bestimmten Verhalten einwilligt. Oft kann der Wirt dann gar nicht mehr unterscheiden, ob dieses Verhalten nun wirklich sein eigenes ist oder dasjenige, welches dem Parasiten dient. Solche Verhalten geschehen nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen Menschen und beispielsweise deren Haustiere oder Gegenstände wie Häuser oder Autos. Parasitismus geschieht immer dann, wenn die Aufmerksamkeit, welche wir dem Haustier, Haus oder Auto schenken, uns von unserem eigenen Weg ablenkt.

Seelenviren: Seelenviren gehen einen Schritt weiter: Sie sind nicht nur parasitär und ernähren sich von uns, sondern sie verändern uns derart, dass wir sie sie sogar selbst produzieren. Wir sind dann quasi eine lebendige Fabrik für neue Seelenviren. Dies geschieht sehr oft mit Seelen von Ideen oder Weltbildern. Diese infizieren uns und wir geben sie dann weiter. Zum Beispiel kann eine Idee wie „Wettbewerb führt zu Effizienz“ als Virus wirken. Ein Mensch hört von dieser Idee, gtibt ihr Aufmerksamkeit, wird infiziert und gibt sie dann weiter, indem er darüber spricht oder schreibt womit ein neuer Mensch infiziert werden kann.

Diese Liste von Möglichkeiten ist sicher unvollständig. Alles Denkbare wird es auch geben… Und, so wie auch in der Biologie, können die Mechanismen sehr komplex. Es gibt beispielsweise Seelenvirenüberträger, die zwar ansteckend sind aber selber kaum Symptome aufweisen oder sogar einen Gewinn haben. So überträgt zum Beispiel eine Zeitung Seelenviren, hat aber selber keinen Schaden davon, sondern – im Gegenteil – verdient sogar etwas daran. Dies ist wie eine Zecke, welcher einen Virus überträgt. Die Zecke selber hat keine Symptome, sondern erst der Mensch, welcher mit den Erregern in Kontakt kommt.

Zu beachten ist ferner, dass parasitische Seelen allerlei Wege gefunden haben um uns unbemerkt anzugreifen. Hier zwei Mechanismen:

Tarnung: Eine Seele, die es auf uns abgesehen hat, kann getarnt auftreten. Ein Seelenvirus tritt zum Beispiel positiv auf, indem er an eine bereits vorhandene Vorstellung andockt. Eine Partei sagt beispielsweise, sie fördere den Mittelstand, in Tat und Wahrheit setzt sie sich aber für die Reichen ein. Auch institutionalisierter Protest (Fasnacht, politische Referenden) kann eine Tarnung sein, wir glauben wir würden etwas verändern, aber eigentlich stützen wir die Parasiten, welche bereits das System beherrschen.

Betäubung der Eintrittsstelle: Parasiten können bei uns eindringen, indem sie ihre Eintrittsstelle betäuben, ähnlich wie dies manche blutsaugenden Insekten tun. Dies sind Menschen, die freundlich auf uns zukommen, dann aber ihr Anliegen vorbringen, so wie etwa ein Verkäufer oder ein Missionar vorgeht. Wir merken zuerst nicht, worum es geht, und plötzlich ist es zu spät.

Wie merken wir, ob wir von anderen Seelen befallen werden, ob wir das Opfer von weidenden Seelen sind und dergleichen? Manchmal ist es gar keine Frage, wir merken, dass wir zu viel Aufmerksamkeit Menschen, Dingen oder Ideen schenken, die nichts mit unserem Weg zu tun haben. Aber fast öfters merken wir es nicht und sind überzeugt, dass unser Bewusstsein unser eigenes ist und würden es vehement ablehnen, dass wir unsere Aufmerksamkeit Dingen schenken, die nicht mit unserem Weg zu tun haben. Was machen wir dann? Wie kann man trotzdem erkennen, dass wir in gewissen Bereichen unseres Bewusstseins befallen sind?

Das Merkmal, dass Seelen auf dem eigenen Weg sind, ist Zweifel. Wir sind nicht ganz sicher, ob etwas richtig oder falsch ist. Wir haben zwar das Vertrauen, dass es für uns einen Weg gibt, wir sind aber nie sicher, wo er als nächstes durchgeht. Dies ist so weil wir mit dem Herzen nur im Jetzt entscheiden können, in der nächsten Sekunde ist ein neues Jetzt, welches eine neue Entscheidung erfordert. Der Zweifel zeigt uns, dass wir immer vor vielen Optionen stehen und immer entscheiden müssen. Dieser Zweifel ist nicht das gleiche wie Verzweiflung, einem Zustand in dem wir zwar viele Optionen sehen aber nicht mehr entscheiden können. Zweifel oder ständige Offenheit für viele Möglichkeiten ist also ein Zeichen von Gesundheit.

Diese Erkenntnis gibt uns nun die Möglichkeit einen Befall mit Seelenparasiten zu erkennen, die nicht bereits offensichtlich sind. Wir analysieren uns selbst genau und in allen Bereichen unseres Bewusstseins, in denen wir absolut sicher sind, sind wir wahrscheinlich befallen. Ein Beispiel: Sind wir absolut sicher dass Atomkraftwerke eine schlechte Sache sind, dann sind wir wahrscheinlich von einer Seele befallen, welche mit dieser Idee Aufmerksamkeit auf sich vereinen will. Fragen wir uns hingegen immer wieder, wie wir zu Atomkraftwerken stehen, schauen uns Optionen an, anerkennen, dass wir in dieser Frage bei neuen Situationen vielleicht einen anderen Weg einschlagen werden usw. in anderen Worten, wir haben einen gesunden Zweifel, dann sind wir wahrscheinlich nicht befallen. Um parasitische Seelen zu erkennen, müssen wir also eine ehrliche Bestandsaufnahme aller Dingen machen, von denen wir absolut sicher sind.

 

 


1803


2006

 Und jetzt? Was tun? Wie geht man mit solch negativen Seelen um?

Eine parasitische Seele kann uns nur angreifen, wenn wir irgendwo eine seelische Wunde haben. Seelen, die es auf uns abgesehen haben, brauchen einen Anknüpfungspunkt. Es geht also darum, diesen zu finden und zu heilen. Dieser Anknüpfungspunkt ist in der Regel ein Ort, an dem wir in der Vergangenheit unseren gesunden Zweifel nicht zulassen konnten, bei denen wir in eine gezwungene Bahn gelenkt wurden. In diesen Situationen hätten wir verzweifeln müssen, konnten dies aber nicht vollumfänglich meist weil wir die Kraft hierzu nicht hatten. Es geht jetzt also darum, solche Orte zu finden und die nicht zugelassene Verzweiflung nachträglich zu haben. Die heilt womit die Anknüpfungspunkte verschwinden und die parasitischen Seelen uns nicht mehr angreifen können. Diese Seelen werden zwar noch existieren, sie können aber unsere Aufmerksamkeit nicht mehr auf sich lenken.

Hierzu ein Beispiel: Ein Mann ist absolut sicher, dass die Bibel das Wort Gottes ist und dass sie deshalb wörtlich befolgt werden muss. Er ist gleichzeitig Prediger in einer Freikirche, welche genau diese Idee propagiert. Wegen dieser absoluten Sicherheit, ist er wahrscheinlich von einem Virus befallen. Dieses Seelenvirus hat das Bewusstsein „Bibel wörtlich nehmen“ und bekommt so Aufmerksamkeit und der Prediger wird vom Virus verwendet, um es zu vermehren und verbreiten. Möchte der Mann sich heilen, müsste er den Anknüpfungspunkt finden. Er sucht in seiner Vergangenheit nach Situationen, in denen er auf einen bestimmten Weg gezwungen wurde. Er entdeckt, dass er in eine sogenannt gute Ausbildung gedrängt wurde (hier ist auch wieder ein Virus im Spiel mit dem Bewusstsein „eine gute Ausbildung ist wichtig“. Er hatte keine Wahl obwohl etwas Handwerkliches ihm besser gefallen hätte. Die Verzweiflung von damals muss er nun nachträglich spüren um sich zu heilen und den Anknüpfungspunkt zum Verschwinden zu bringen.

Um was ging es? Seelen, die es auf uns abgesehen haben lauern überall und können uns auf verschiedenste Arten und Weisen angreifen. Manchmal sind sie offensichtlich und wenn nicht, können wir sie erkennen, indem wir uns nach Ideen, Weltbildern, Vorstellungen usw. analysieren wo wir absolut sicher sind. Hier sind wahrscheinlich parasitische Seelen im Spiel. Wir können uns heilen, indem wir zuerst alte Situationen suchen, in denen wir auf bestimmte Wege gezwungen wurden und die dazugehörige Verzweiflung nicht zugelassen haben. Diese Verzweiflung muss nachträglich zugelassen werden.



[1] Die Unterschiede von Seele und Aura sind im „Schamanischen Heilbuch“, J. Oertli, Heyne,  erläutert.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Das Jahr 2012


Das berühmt berüchtigte Jahr 2012 hat begonnen. Wird Ende Jahr eine Katastrophe kommen? Oder etwa eine Transformation? Oder gar nichts?

Ich sehe mehrere Aspekte, die ich hier gerne erläutern möchte: Zum ersten müssen wir aufpassen mit genauen Zeitangaben. Jeder Kalender, jede Zeitmessung ist eine künstliche Sache, eine Art Konvention, damit wir beispielsweise besser miteinander kommunizieren, Dinge in der Zeit ordnen oder Abmachungen treffen können. Spirituelle Prozesse laufen nach meiner Erfahrung jedoch unabhängig von menschlichen Kalendern. Die Dinge geschehen dann, wenn es soweit ist, dann,  wenn ein Ereignis gewissermassen „reif“ ist. Auch der Mayakalender kann nicht darauf eingehen, auch er ist ein menschliches Gebilde.

Wegen den zahlreichen Kalenderrevisionen und weil unser Kalender das Jahr Null nicht kennt, ist zudem die Umrechnung vom Maya Kalender auf den unsrigen ziemlich komplex. Gewisse Autoren berechnen deshalb das Ende des Maya Kalenders bereits im August 2011. Wir hätten also das Ende bereits hinter uns.

Also: Nicht nur ist die Umrechnung der Kalender schwierig sondern die spirituellen Entwicklungsprozesse laufen unabhängig von unserer Zeitrechnung.

Damit möchte ich aber nicht sagen, dass ich nicht auch den Eindruck habe, dass etwas bevorsteht. Eine Transformation oder eine Veränderung - vielleicht mit einer vorgängigen Krise oder Katastrophe – liegt  durchaus in der Luft. Deshalb tun wir uns sicher gut daran, unsere Welt genau zu beobachten.

Wenn wir uns aber auf einen konkreten Zeitpunkt konzentrieren, dann verpassen wir womöglich die Essenz. Wir sind dann zu fixiert auf ein ganz konkretes Phänomen. Unter Umständen läuft aber eine ganz andere Geschichte und wir verpassen diese.

Ich schlage deshalb vor, wir vergessen, dass es 2012 ist und dass der Maya Kalender aufhört. Konzentrieren wir uns doch stattdessen auf eine genaue Beobachtung unserer Umgebung und versuchen wir daraus zu lernen.

2012

2012

2012

2012

2012

2012

2012

 

Das Gleiche gilt natürlich auch für die anderen Themen, die zurzeit im Vordergrund stehen und bei denen eine Katastrophe vorausgesagt wird: Vielleicht gibt es einen Finanzkollaps, vielleicht auch nicht, vielleicht gibt es eine Klimakatastrophe, vielleicht auch nicht, vielleicht gibt es ein nukleares Desaster,  vielleicht auch nicht. Ich denke, wir müssen uns von allen konkreten Untergangsszenarien trennen, und stattdessen – wie gesagt - mit einer offenen Wahrnehmung unseren eigenen Weg erkennen.

 



Wir lassen uns vom Jahr 2012 nicht von unsrem Weg ablenken. Foto: Jakob

Aber nicht nur Untergangsszenarien können uns ablenken, sondern auch Themen wie Ausserirdische, Geheimgesellschaften, Chemtrails und dergleichen. Auch hier ist dann die Aufmerksamkeit nicht auf unserem eigenen Weg.

Es kann sogar sein, dass diese Themen uns nicht nur von unserem eigenen Weg ablenken, sondern zusätzlich von einer allgemeinen und umfassenderen Erkenntnis, die wir als Menschheit gewinnen müssten.  Es geht also für uns Menschen nicht darum, ob die Welt 2012 zu Ende ist, oder ob das Finanzsystem zusammenbricht, oder ob die Erderwärmung weitergeht. Es geht um etwas anderes. Es geht um eine andere Geschichte, die wir erkennen müssen.

Wahrscheinlich geht es um eine Erkenntnis auf der Ebene der Seele oder auf der Ebene der Liebe. Was könnte sie sein? Auf was müssen wir achten? Ich weiss es nicht. Mein Anliegen ist lediglich, dass wir uns nicht ablenken lassen von allerlei Themen, die wahrscheinlich diese Erkenntnis nicht beinhalten und stattdessen offen durch die Welt gehen und mit allen Sinnen diese Erkenntnis wahrzunehmen versuchen, die Welt also vom Blickwinkel der Liebe aus betrachten und beobachten, was dann auf uns zukommt.

Wenn ein Chaos entsteht, ob dies nun Endzeitprognosen, Finanz- oder Klimakrisen sind, geht es also darum, uns nicht zu sehr in deren Wirbel hineinziehen lassen. Stattdessen gehen wir unseren Weg weiter und sind offen für gänzlich neue Erkenntnisse.

 

Unser eigener Weg führt ins Licht. Foto: Jakob

Das heisst, wir müssen uns nicht um den Maya Kalender bemühen, nicht um den Euro bangen, uns nicht um den Klimaschutz bemühen, sondern wir müssen uns heilen, uns ein Stück liebevoller machen, Schritte in Richtung Liebe vornehmen und offen sein für Neues. Das ist unser Beitrag. Darauf können wir uns konzentrieren. Alles andere lenkt davon ab.
 


 Auf unserem Weg sind wir offen für neue Erkenntnisse. Foto: Jakob


Donnerstag, 1. Dezember 2011

Loslassen


Als Schamanen gehen wir unseren eigenen Weg, ein Weg des Herzens, bei dem wir jede Entscheidung mit dem Herzen fällen und so die Absicht des Universums erfüllen. Dies hat zur Konsequenz, dass wir andere Wege, beziehungsweise andere Entscheidungsgrundlagen loslassen müssen. Anders ist ein solcher Weg nicht möglich. Ich möchte hier deshalb einige Punkte erwähnen, bei denen Loslassen ein Thema sein könnte. Es lohnt sich, diese durchzugehen, und zu beurteilen, ob wir in diesen Bereichen wirklich losgelassen haben. Die nachfolgende Liste ist natürlich unvollständig und nicht der Wichtigkeit nach geordnet. Auch überlappen sich die Themen teilweise und zudem ist sie persönlich gefärbt. Gerne veröffentliche ich deshalb in der nächsten Ausgabe weitere Themen des Loslassens der Leserinnen und Leser.

Der konkrete Ausgang von Entscheidungen loslassen: Eigene Wege sind nicht auf äussere Ziele gerichtet, d.h. wir fällen eine Entscheidung, im Bewusstsein, dass es uns gleich ist, wie sie herauskommt. Ob uns etwas gelingt oder nicht, ob wir ein Ziel erreichen oder nicht, ob sich etwas verändert oder nicht – all dies spielt somit keine Rolle. Wir lassen also den Ausgang von Entscheidungen offen.

Die Bewertung von Ereignissen, Begebenheiten, Gegenständen etc. loslassen: Die Dinge sind wie sie sind. Wir beobachten sie und falls sie bei uns Gefühle oder Verzweiflung auslösen, dann haben wir einen Entscheidungsbedarf. Das heisst aber nicht, dass die Dinge gut oder schlecht sind, sie sind einfach und in diesem konkreten Umfeld haben wir einen Weg zu gehen. Wir lassen also die Bewertung der Umstände los.

Die Identifikation mit etwas loslassen: Wir sind Wesen, welche erkannt haben, dass es eigene Wege gibt, dass es darum geht, die Absicht des Universums zu erfüllen. Deshalb identifizieren wir uns nicht mehr mit einer der vielen Kategorien von Menschen, die es gibt. Wir identifizieren uns also nicht mehr mit unserer Nationalität, mit unserem Beruf, Familienstand, Sozialstatus oder mit unserer Rasse usw. Wir sind einfach uns und lassen jede Bezeichnung oder Kategorisierung los.




Herbst ist eine Zeit des Loslassens. Fotos: Jakob

Die Erwartung, unterstützt und anerkannt zu werden, loslassen: Unterstützung kann auf unserem Weg vorhanden sein oder auch nicht. Wir lassen dies offen. Wir wissen dabei, dass oft hinter der Unterstützung, die wir erhalten, eine Absicht versteckt ist, die nicht unbedingt mit unserem Weg sondern mit den Ideen und Vorstellungen des anderen zu tun haben. Wir hegen also keine Hoffnungen von anderen unterstützt oder anerkannt zu werden. Kommt Unterstützung und Anerkennung trotzdem, sagen wir natürlich nicht nein. Wir haben sie einfach nicht erwartet.

Sicherheit loslassen: Meist hat Sicherheit einen Preis, ein System, eine Institution oder eine Beziehung bieten oft nur dann Sicherheit, wenn wir gewillt sind, die Bedingungen des Systems, der Institution oder Beziehung zu anerkennen. Und es müsste gerade Zufall sein, falls diese Bedingungen mit unserem Weg übereinstimmen. Aus diesem Grund müssen wir unser Bedürfnis nach Sicherheit loslassen.

Erfolg loslassen: Ähnlich zur Beobachtung über den Ausgang von Entscheidungen, messen wir uns nicht am Erfolg unserer Handlungen. Es kommt also nicht darauf an, ob wir Karriere machen oder nicht, ob wir Geld, viele Kunden, viele Liegenschaften etc. haben, sondern es kommt darauf an, dass wir uns selbst werden beziehungsweise unsren Weg gehen. Wir lassen also Erfolg los.

Vorstellungen über einen Idealzustand loslassen: Wir lassen unsere Vorstellung darüber los, wie die Dinge besser sein könnten. Wir sind in einem Umfeld voller Probleme, wir akzeptieren diese und machen uns nicht zu viele Gedanken darüber, wie sie besser sein könnten, sondern wir schauen, was diese Umgebung mit uns selbst zu tun hat. Haben wir dies erkannt, arbeiten und heilen wir an uns.

Seine Vergangenheit loslassen: Wir leben im Jetzt. Hierzu anerkennen wir zwar, dass wir eine Vergangenheit haben, aber wir lassen diese los, so dass diese uns nicht mehr beeinflusst und unsere Wahrnehmung im Jetzt stört.

Diese Liste gibt lediglich einige Ideen. Weitere Themen des Loslassens gibt es überall. In ganz vielen Bereichen des Lebens können wir so zu mehr Freiheit gelangen.

 

Eine persönliche Geschichte des Loslassens:

 

Jakob: Die Themen in einem Forum kommen natürlich nicht von ungefähr – ich kann nicht anders, als solche zu wählen, die mit mir selbst zu tun haben. Das Thema Loslassen kam unter anderem deshalb auf, weil ich beschloss, mein amerikanisches Bürgerrecht aufzugeben (ich war Doppelbürger CH – USA). Der Anlass war der Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA und die immer krasser werdenden Steuerforderungen an Amerikaner im Ausland. Jeder Amerikaner im Ausland ist auch in den USA steuerpflichtig. Die notwendigen und sehr komplexen Formulare muss man sich im Internet selber zusammensuchen, auf eine Verfügung wartet man vergebens, doch laufen die Strafen für unverhoffte Fehler sehr schnell in die Zehntausende von Dollars. Es besteht zudem das sehr grosse Risiko, dass Auslandamerikaner nach der Inkraftsetzung neuer amerikanischer Gesetze ab 2014 Schwierigkeiten haben werden. normale Bankkonten zu führen, bei Pensionskassen Mitglied zu sein etc. Ich ging tief in mich, hörte auf mein Herz und es wurde klar: Ich gebe mein amerikanisches Bürgerrecht auf.

Ich war seit Geburt Amerikaner und habe viele Jahre dort verbracht, darunter viele Jahre meiner Kindheit. Ich habe auch unzählige Reisen in die USA unternommen und bin dort dem Schamanismus begegnet. Die Verbindungen zu diesem Land sind deshalb stark und dennoch sagte mein Herz eindeutig Ja zur Ausbürgerung.

Das Bürgerrecht der USA aufzugeben ist jedoch nicht gerade einfach, man muss persönlich in einer Botschaft oder einem Konsulat vorbei, dort das Bürgerrecht buchstäblich mit erhobener rechter Hand abschwören (I so swear…) und dazu noch $ 450 bezahlen. Da zurzeit Tausende von CH-USA Doppelbürger das Bürgerrecht aufgeben, bekam ich in Bern einen Termin anderthalb Jahr später, im Mai 2013 (!). Als Alternative bot sich das Konsulat in Frankfurt an, und ich beschloss dorthin zu gehen. Diese Option hatte zudem den schönen Vorteil, dass ich mich zusammen mit meiner Schwester ausbürgern konnte.

 


 

Joshua Tree National Park. Hier beregnete ich zum ersten Mal dem Schamanismus. Foto: Jakob

 Monate vorher, ohne eine Ahnung davon zu haben, dass meine Ausbürgerung bevorstehen würde, hatte ich einen Flug nach Los Angeles gebucht. So konnte ich kurz vor der Ausbürgerung noch eine letzte Reise als Amerikaner in die USA unternehmen und hatte so Gelegenheit einerseits nochmals die Orte meiner Kindheit zu besuchen und auch nochmals der Ort, wo ich dem Schamanismus begegnet bin. Diese Reise hatte sehr viel mit Loslassen zu tun, es war ein bewusstes Abschied nehmen von prägenden Orten, ein Loslassen, also,  meiner Vergangenheit.
 

Militärfriedhof gegenüber meinem ersten Wohnort in Los Angeles.Foto: Jakob


Als allerletzter Ort ging ich an die Strasse in Los Angeles, wo ich die ersten anderthalb Jahre meines Lebens verbrachte. Der Block stand nicht mehr, ich entdeckte aber gegenüber einen riesigen Militärfriedhof. Als allerletzte Handlung in den USA ging ich in diesen Friedhof und schaute die Gräber an. Ich dachte: So viele Soldaten wurde gesagt, dass sie ihr Leben für die USA aufgeben. Und hier war ich, und gab das Bürgerrecht freiwillig auf…

Nur wenige Wochen später reiste ich nach Frankfurt und wir gingen dort durch den Prozess der Ausbürgerung. Das Gelände des Konsulates wirkte kalt und wie ein Gefängnis, riesig mit unzähligen Gebäuden und sogar eine kleinen Kirche hatte es – und alles hinter einem hohen Zaun. Auch die Kammer, in der das Schwören stattfand, war kalt und klein, getrennt mit einer Glaswand vom Beamten, welcher den Schwur durchführte. Und interessanterweise war das Konsulat – so wie die erste Strasse in Los Angeles - gegenüber von einem riesigen Friedhof.

Das Ausbürgern war für mich alles andere als einfach. In erkannte darin auch das, was ich mittlerweile als amerikanische Indoktrination bezeichne (z.B. der tägliche Fahnengruss in der Schule). Der ganze Vorgang zeigte alle Elemente des Loslassens auf: Die vermeintliche Sicherheit, die ein System (hier ein Land) bietet, die Identifikation als Nationalität, das Loslassen der Vergangenheit, das Loslassen eines Idealzustandes (ich darf Doppelbürger bleiben) und natürlich auch das Loslassen des konkreten Ausgangs, denn ich weiss nicht, ob dieser Entscheid sich in Zukunft als geschickt herausstellen wird oder nicht. Aber es fühlte sich richtig an, es war ein Entscheid des Herzens, alles andere folgt nun.

 

Und ich habe auch den Eindruck, dass diese Ausbürgerung damit zu tun hat, dass ich nun – was Schamanismus betrifft – auf eigenen Füssen stehen soll. Ich soll meine Inspiration nicht mehr vom Land dort und von der indianischen Kultur bekommen sondern in mir selbst.  Auch das ist ein wichtiger Schritt des Loslassens.

 



 

Teile des Konsulates in Frankfurt, das Gelände ist 9 ha gross und 900 Mitarbeiter arbeiten dort…