Mittwoch, 1. Juni 2011

Unberührte Natur


Die Erde, die Pflanzen, die Tiere, die Steine – die gesamte Natur ist dem Schamanen stets sehr nahe. In ihr fühlt er sich aufgehoben und geborgen, in ihr erkennt er die Zusammenhänge, die alles zusammenhalten, mit ihr versteht er, wie er ein Teil von allem ist, dort spürt er die Absicht des Universums, das Göttliche also. Der Kontakt mit der Natur vermittelt ein Urvertrauen, gibt ihm ein Verständnis, für wer er ist und wieso es ihn gibt. Es ist dort, wo er sich stärkt, die Kraft holt, um den eigenen Weg zu gehen, um die eigenen Wunden zu heilen und sich Schritt um Schritt zur Liebe zu bewegen.

Je unberührter die Natur, desto besser gelingt dies. Der Schamane braucht deshalb eine Natur, die von Menschenhand möglichst nicht verändert wurde. Eine Natur, die sich selbst überlassen ist, die sich selbst reguliert ohne Behörden, Landschaftspflege, Management, Förster und dergleichen. Dies damit all seine Sinne, das Sehen, das Riechen, das Hören, das Fühlen das Schmecken voll zugelassen werden können. Dies damit er sich in möglichst reinster Form mit den Auren und Seelen aller Lebewesen verbinden kann. Echt und ohne Veränderung.

Nur, wo gibt es noch solche Natur? Wo hat es noch unberührte Wildnis? In der Schweiz und in den umliegenden Ländern finde ich nur noch kleinste, winzige Inseln. Und auch diese werden weniger. Überall, wirklich überall bemerkte ich den Einfluss des Menschen. Manchmal grob, zerstörend, manchmal aber auch in bester Absicht. Aber es ist menschlicher Einfluss:  Bäume werden gefällt und neue in geraden Reihen gesetzt, Strassen und Häuser gebaut, Waldwege verbessert. Haben wir ein kleines Stück Naturwald vor uns, dann hören wir trotzdem den Lärm von Flugzeugen, Kirchenglocken, Tierglocken, Motorsägen, sehen im Himmel Kondensstreifen, Luftballons, Gleitschirmflieger, begegnen Mountainbikes, Offroaders usw. In Naturschutzgebieten wird gepflegt, gehegt, verändert, unliebsame Pflanzen eliminiert und zusätzliche erklären Tafeln und Themenwege alles. Sicher, es gibt noch schöne Orte, Orte in denen Pflanzen und Tiere gedeihen. Aber keine ohne menschlichen Einfluss.







Der Kontakt mit der Natur ermöglicht den Kontakt mit Allem. Himmel und Erde verbinden sich. Fotos. Jakob. (Bemerkung für kritische Lesende: auch diese Wiesenblumen würden in einer unberührten Natur vorkommen – natürliche Waldlichtungen entstehen in jedem Wald, z.B. wegen Lawinen, Erdrutschen, Waldbränden und Beweidung durch Wild.)

Hinzu kommt, dass kaum jemand Verständnis hat für dieses Anliegen. Nicht nur kein Verständnis sondern sogar eine falsche Vorstellung von unberührt. Stadtparks werben mit „Natur pur“, Landwirte werden für vermeintliche Landschaftspflege bezahlt (alle Pflanzen kämen auch auf natürlichen Waldlichtungen vor), Naturschutzorganisationen fällen artfremde Bäume usw. So entstehen Parks und Zoos und nicht unberührte Natur.

Vieles davon mag schön sein und alte Erinnerungen wecken, aber es ist nicht unberührte Natur, es sind nicht Orte, an denen ein Mensch die volle Verbundenheit erlangen und die daraus resultierenden Erkenntnisse gewinnen kann. Wir werden so zu Menschen ohne eine wahre Grundlage. Unsere Welt verkommt zu einem Vergnügungspark – die Natur inklusive. Unseren wichtigsten Ort der Erkenntnis haben wir zerstört.

Wollen wir echte Natur müssen wir anders vorgehen: Wir müssen loslassen. Die Natur lebt ohne uns. Es gab Wälder, Tiere, Wiesen – alles vor uns. Wir Menschen müssen nichts tun, um sie zu erhalten, wir sind nicht notwendig Die Natur erhaltet sich von alleine.

Es braucht also weniger Aktivität anstatt mehr. Wir müssen mehr Flächen einfach sein lassen. Gebiete schützen in denen nichts gemacht wird. Solche Gebiete bilden dann einen Kern, mit dem der Mensch wieder den Kontakt zu allem, zum Universum, zum Göttlichen aufbauen kann, echt und direkt. Und in diesen Gebieten ist es egal, ob heimische Pflanzen wachsen oder nicht, ob bestimmte Tiere überhand nehmen oder nicht, ob es gepflegt aussieht oder nicht usw. Die Natur wird Hundertprozent sich selbst überlassen, das Universum darf wirken ohne unser Hinzutun.

Loslassen! Gewähren lassen!

Wieso? Ich kann es aus eigener Erfahrung sagen: Meine Erlebnisse an Orten, an denen die Natur wirklich noch Natur war, an denen soweit die Sinne reichten, kein menschliches Zeichen zu erkennen waren, waren äusserst intensiv. Die Verbundenheit, das Einssein war unbeschreiblich – ich kann es nicht in Worten fassen. Aber ich weiss, dass es wichtig ist. Ich weiss, dass unsere Erde dann gerettet werden kann, wenn viele Menschen solche Erlebnisse haben. Es geht in meinen Augen nicht um CO2 Abgaben, Energiediskussionen und dergleichen. Es geht um diese Verbundenheit. Menschen, die dies erlebt haben, entscheiden in Verbundenheit mit der Erde und nicht auf einer intellektuellen Ebene.

Und da bin ich also, sehne mich nach diesen Erlebnisse für mich und für andere und sehe gleichzeitig, wie es immer schwieriger wird, diese zu haben. Es gibt kaum mehr Gelegenheiten unberührte Natur zu spüren. Es ist alles nur noch eine künstliche Welt, sogar dort wo Berge sich erheben und Flüsse fliessen.

Was machen? Wie könnten wir dies alles umkehren?





Sogar in Naturschutzgebieten, wie hier in Süddeutschland, wird eifrig geholzt. Das mittlere Bild zeigt ein Detail aus der Tafel unter der Naturschutztafel. Fotos: Jakob

Es gibt Arbeit im Aussen und Arbeit im Innen. Im Aussen können wir uns für solche Flächen, für ein Naturverständnis einsetzen, welches mit Gewährenlassen zu tun hat. Aber die wahre Arbeit liegt in unserem Inneren. Dort müssen wir das Thema angehen. Wir müssen in unserem Inneren die unberührte Natur zulassen. Wie? Wir lassen uns zu, unsere Gefühle, unser Wesen, unser Weg. Es braucht kein Management von unserem Inneren, wir lassen es einfach zu. Es kommt, was kommt. Es ist, was ist. Wir lassen uns selbst gewähren. Jedes Gefühl, jede Regung – ob richtig oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Wir unterdrücken nichts, kein Gefühl, keinen Schmerz, kein Gedanke.

Also: Es braucht weniger, nicht mehr. Weniger Management, weniger Beeinflussung, und mehr Gewährenlassen. Im Aussen, im Innen. Überall. Und so entsteht ein natürlicher Fluss der Dinge, natürliche Verbindungen zwischen den Wesen dieses Planeten, und daraus schöpfen wir wieder unendlich Kraft. Unsere Kraft kommt also vom Loslassen und vom Gewährenlassen. Und das braucht zusätzlich weniger Zeit und weniger Arbeit.

Und vielleicht wenn wir das Loslassen in unserem Inneren üben entstehen plötzlich wieder Orte im Aussen, die wir ebenfalls gewähren lassen können. An diesen Orten schöpfen wir dann Kraft, um in unserem Inneren die Dinge noch mehr gewähren zu lassen. Was zu noch mehr äusseren Flächen führt. So entsteht ein positiver Zyklus…

 

Freitag, 1. April 2011

Täuschung


Hier möchte ich das Wort „Täuschung“ im Sinne einer falschen Wahrnehmung oder Illusion verwenden, also vorerst nicht als bewusster Betrug oder Irreführung. Hierzu gleich zu Beginn meine These: Jede Wahrheit braucht ein Referenzsystem, sie muss also auf etwas bezogen sein, eine Art Nullpunkt. Da jedoch dieses Referenzsystem beliebig gewählt werden kann, gibt es keine feste und eineindeutige Wahrheit, sondern immer nur eine relative. Und eine relative Wahrheit ist streng genommen keine mehr. In diesem Sinne ist alles auch Täuschung. Also: Alles ist wahr aber alles ist auch Täuschung…

Aber beginnen wir von Vorne:

Wir lassen uns gerne täuschen. Wir geben dies zwar nicht gerne zu, doch ist es so. Wieso sonst würden noch so viele Menschen den deutschen Verteidigungsminister Guttenberg nach wie vor gut finden? Wieso funktionieren Placebos? Wieso funktionieren Methoden wie neurolinguistisches Programmieren? Wieso glauben wir überhaupt, was andere Leute uns sagen oder weismachen wollen? Wieso glauben wir, dass wir in einem guten, freien, demokratischen Land wohnen? Wieso glauben wir Predigern? Wir glauben es gerne, weil wir uns so sehr nach Wahrheit sehnen, nach etwas, woran wir glauben können, was uns Stabilität und Sicherheit gibt. Wir glauben diese Dinge wirklich, die anderen, welche es anders sehen, haben unrecht, sie sehen es falsch.

Sobald wir jedoch einen Schritt weiter denken, dann wird es schnell komplizierter. Denn wir wissen, wie schwierig es ist, die Wahrheit zu erkennen oder mitzuteilen. Jene, die uns die Welt erklären, haben ihre Glaubenssysteme, sind natürlich auch verwundet, haben also auch ihre Themen und das, was sie sagen ist davon gefärbt. Und auch wir haben unsere Glaubenssysteme und sind verwundet und filtrieren entsprechend die Aussagen, die wir hören. Kurz, wir sind wahrscheinlich der Wahrheit näher, wenn wir davon ausgehen, dass alles Täuschung ist, statt dass alles wahr ist. Wir sind näher an der Wahrheit, wenn wir alles, wirklich alles, in Frage stellen. Alles wäre nach dieser Aussage eine Täuschung. Wäre nun die einzige Wahrheit, dass alles eine Täuschung ist?

Wagen wir einmal das Experiment, und gehen davon aus, dass alles, was wir wahrnehmen, eine Täuschung ist: jede Theorie, jeder Gedanke, jede Aussage, jedes Gefühl…


 

 
Sind diese Linien gerade und parallel oder nicht? Mit einem Lineal kann dies überprüft werden.
 
Es wird ein weisses Dreieck wahrgenommen, obwohl keines gezeichnet ist. Quelle für beide Bilder: www.123opticalillusions.com
 

Aber nein – ich höre den Widerstand – sind nicht zum Beispiel Basisgesetzte der Mathematik oder Physik einfach wahr? Hat nicht ein Dreieck immer die Winkelsumme 180°? Gibt es nicht Grundgesetzte, die einfach immer stimmen?

Aber schauen wir diese Gesetze genauer an. Jedes davon braucht ein Referenzsystem, damit es stimmt. Das heisst, es braucht eine Basisannahme, und nur wenn diese gilt, dann ist die Aussage wahr. Das Dreieck muss z.B. in einer Ebene liegen, damit es tatsächlich 180° Winkelsumme hat, sonst stimmt die Aussage nicht. Auch muss zuerst definiert werden, wieviel ein Grad überhaupt umfasst.

Was, also, kann man über Täuschung und Wahrheit noch sagen. Hier meine Beobachtungen:

Jede Wahrheit braucht ein Referenzsystem: Für jede Wahrheit müssen zuerst die Rahmenbedingungen oder eine Referenz definiert werden. Nur innerhalb dieser Rahmenbedingungen ist etwas wahr oder nicht. Beispiele von solchen Referenzsystemen sind die Wissenschaft, der Kapitalismus, Religionen, Glaubenssätze und Ähnliches.

Nichts geht ohne Referenzsystem: So problematisch Referenzsysteme auch sind, ohne geht es nicht. Sie stellen eine Bedingung an unser Leben dar. Das heisst, wir müssen uns in Referenzsysteme begeben, damit wir existieren können. Es ist zwar gleich in welches, aber es braucht eines. Referenzsysteme über unsere Existenz wie „Biologie“, „Gott macht alles“, „Ich bin nur eine Welle“ usw. funktionieren in sich alle. Aber wenn ich sage, es hat gar kein Referenzsystem, dann existiere ich nicht mehr. Ein Zustand ohne Referenzsystem kann ich nicht einmal beschreiben.

Jedes Referenzsystem kann beliebig definiert werden. Jedes dieser Referenzsysteme ist aber beliebig. Ich muss nicht an die Wissenschaft, die Biologie, die Bibel oder den Kapitalismus glauben. Es sind immer andere Referenzsysteme möglich, ich kann immer von einem zum anderen wechseln; von links nach rechts, vom Mensch als Mittelpunkt zur Erde als Mittelpunkt, von einer Zeit, die vor Milliarden von Jahren ihren Nullpunkt hatte zu einer, die jetzt ihren Anfang hat, usw.

Jedes Referenzsystem hat einen Nullpunkt:  Jedes dieser Referenzsysteme muss sich an einem Nullpunkt orientieren, ganz ähnlich zu einem Koordinatensystem in der Mathematik. Z.B. ist einer der Nullpunkte der Wissenschaft, dass die Zeit einen Anfang hat (z.B. ist das Universum zum Zeitpunkt 0 entstanden – viele sagen aus nichts). Oder für gläubige Christen ist der Nullpunkt Gott, aus ihm entsteht alles.

Also. Jedes System ist falsch, jedoch müssen wir uns diesen Täuschungen unterwerfen, damit wir überhaupt existieren können, weil wir nur sein können, wenn zumindest für eine gewisse Zeit Gesetzmässigkeiten herrschen.

 
 
Liegt dieses Bild wirklich verkehrt? Was ist hier das Referenzsystem? (Ich stehe mit den Füssen auf der Erde, halte den Fotoapparat gerade und fotografiere die Spiegelung im Wasser.) Foto: Jakob
 

 Und was sind nun die praktischen Konsequenzen? Immer wenn wir eine Aussage hören, müssen wir darauf achten, welches Referenzsystem dahinter steckt. Wir müssen die Voraussetzungen kennen, unter denen die Aussage gemacht wurde. Statt, dass wir also Aussagen dahingehend prüfen, ob sie nun eine Täuschung sind oder nicht, suchen wir nach den darunter liegenden Referenzsystemen. D.h. wir diskutieren mit anderen nicht mehr über was stimmt und was nicht, sondern höchstens über Referenzsysteme. Und da wir nun wissen, dass diese beliebig definiert werden können, erübrigen sich Streitdiskussionen! Die Erkenntnis, dass alles Täuschung ist, beziehungsweise jede Wahrheit ein Referenzsystem braucht, macht uns auf diese Art sehr frei.

Als Zweites ist es natürlich wichtig, die eigenen Referenzsysteme zu kennen. Selbstverständlich müssen wir dabei anerkennen, dass dieses genauso beliebig sind wie jedes andere. Wir müssen darauf achten, dass wir nichts als absolut wahr bezeichnen.

Also: Es gibt keine Wahrheit, höchstens dann, wenn man ein konkretes Referenzsystem definiert. Und nur innerhalb dieses gibt es logische, oder wahre Schlüsse.

Und was ist nun mit der böswilligen Täuschung, der bewussten Irreführung, das worauf ich zu Beginn genau nicht eingehen wollte? In meinen Augen passt das in das gleiche Schema – eigentlich ist die bewusste Irreführung einfach ein anders Referenzsystem. Für diejenigen Menschen, die das tun, ist es wahr, diese Methoden gehören zu ihrem Weltbild.

Zum Schluss nochmals die Erkenntnis: Nichts ist wahr, alles ist wahr, nichts ist Täuschung, alles ist Täuschung.

Donnerstag, 3. März 2011

Die Umstände des Essens


Es wird viel darüber geschrieben, was man essen soll, was gesund ist, wie unser Essen die Umwelt belastet und Ähnliches. Hier möchte ich  nicht auf diese Themen eingehen, sondern einen weiteren Aspekt aufgreifen: Die äusseren Umstände des Essens,  d.h. wo, wie und mit wem wir essen.  Und dies mit Blick auf die Phänomene in der spirituellen Welt. Was geschieht also mit unserer Aura und mit unserer Seele wenn wir essen?

Wenn wir essen und den Mund aufmachen, öffnen wir einem grossen Eingang nach innen. Keine andere Öffnung ist regelmässig so weit offen, wie unser Mund. Aus diesem Grund ist Essen eine sehr empfindliche Phase, in der wir neben der eigentlichen Nahrung ganz viele andere Dinge gleichzeitig aufnehmen. Wir öffnen uns dabei auch der spirituellen Welt, und es dringen Elemente der Aura und der Seele in uns hinein. Wir sind uns dessen aber oft wenig bewusst, und so werden das Gute, wie auch das Problematische dieser Ebenen oft unbemerkt aufgenommen.

Essen wir zusammen mit einer geliebten Person, ist dies also ein schöner Weg, sich mit der Aura und der Seele des andern Menschen zu verbinden. Kommen wir hingegen in Kontakt mit problematischen Personen, mit Aura- oder Seelenviren oder dergleichen, dann sind wir auch ihnen gegenüber anfälliger. (In früheren Foren habe ich schon Aura- und Seelenviren vorgestellt: Dies sind Einheiten in der spirituellen Welt, welche uns befallen und sich in uns vermehren, ganz ähnliche wie das reale Parasiten oder Viren machen. Solche Aura- oder Seelenviren werden oft von anderen Menschen getragen, von wo sie uns anstecken können. Mit dem Essen können wir diese sehr leicht aufnehmen.)

Essen ist also eine sehr kritische Phase und es lohnt sich, die Phänomene genauer zu beobachten. Hier einige heikle Situationen und was in der spirituellen Welt oft geschieht:







Die Vielfalt des Essens. Fotos: Jakob





Die Umstände des Essens sind wichtig. Fotos: Jakob

Essen und Medien: Wenn wir essen und gleichzeitig lesen oder fern sehen, dann nehmen wir nicht nur unser Essen, sondern auch die Aura und die Seele der Lektüre oder der Sendung auf. Lesen wir beispielsweise die Zeitung, so nimmt unsere Aura und unsere Seele das Geschriebene viel leichter auf, als dies sonst der Fall wäre. Was wir in den Medien wahrnehmen ist aber meist nicht unser eigenes Leben, sondern dasjenige von anderen Menschen oder zumindest eine fremde Interpretation unserer Welt. Ganz unbemerkt entfernen wir uns also auf diese Art und Weise einen Schritt von uns selbst. Medien sind oft auch Träger von Auraviren, welche uns beim Essen leichter befallen und sich in uns vermehren. Lesen wir zum Beispiel beim Essen eine Zeitung welche uns ein konkretes Weltbild vermittelt, so „essen“ wir gleichzeitig dieses Weltbild, es „vermehrt“ sich in uns und wir werden es dann später ebenfalls weitergeben. Solche Mechanismen sind so subtil, dass wir sie kaum merken.

Geschäftsessen: Weihnachtsessen, gemeinsame Pausen, in denen gegessen wird oder andere Geschäftsessen werden zwar oft als Geschenk bezeichnet, haben aber den Effekt, dass die Auren und Seelen der Teilnehmer gleichgeschaltet werden. Das gleiche gilt natürlich auch für Kantinen. Auch hier werden Mitarbeiter zu einem gemeinsamen (vergünstigtem) Essen geködert, so dass sie auf der Ebene der Aura und der Seele einfacher verschmelzen, was wohl im Sinne der Geschäftsleitung aber nicht unbedingt der Belegschaft ist. Weitere Beispiele sind die Kommunion in Kirchen, das gemeinsame Essen an Festen oder in Familien.

Essen im Zug, Restaurants etc: Das gleiche gilt natürlich für alle Essensstandorte: Immer nehmen wir alles auf, was sich in der Umgebung befindet. Bei Strassencafés alle Passanten; bei Essen im Zug die anderen Passagiere; auf öffentlichen Plätzen die anderen Menschen usw. 





Essen in der Öffentlichkeit oder beim Lesen. Fotos: Jakob

Herkunft des Essens: Wie unser Essen angebaut, transportiert, gelagert und verkauft wird, beeinflusst deren Aura. Nach meinen Beobachtungen ist zum Beispiel die Stimmung des Landwirts und sein Umgang mit der Nahrungsmittelproduktion oder die Atmosphäre im Verkaufsladen entscheidend für die Aura des Nahrungsmittels. Die ganze Nahrungskette nehmen wir beim Essen mit auf.

Aber nicht nur die Umgebung spielt hier eine Rolle, auch die Art und Weise des Essens kann zu empfindlichen Situationen führen:

Art und Weise des Essens: Nach meinen Beobachtungen, erhöhen einige Essensarten die Aufnahme der Auren und Seelen aus der Umgebung. Hierzu gehört zum Beispiel Essen mit offenem Mund oder laute Nebengeräusche wie Hantieren mit Papiertüten oder Schlürfen. Interessant ist, dass in Kulturen, in denen mit offenem Mund gegessen wird (China, Japan) die Menschen viel gleichgeschalteter sind als bei uns. Ob hier ein Zusammenhang mit dem Essen besteht, ist natürlich nur eine These. So unpassend das in unserer Kultur ist, wäre es wohl nur dann angebracht mit offenem Mund zu essen, wenn wir mit unseren Liebsten zusammen sind.

Andere Essen und wir nicht: Selber nicht essen schützt aber nicht unbedingt in diesen Situationen. Wir nehmen dabei zwar weniger leicht die Auren und Seelen der anderen Menschen auf, wir können aber durch ihr Essen einen Energieverlust erleiden. Dies wird bestärkt, wenn die andere Person z.B. laut isst oder sehr starke Gefühle ins Essen steckt (achten Sie einmal darauf, andere Menschen können z.B. aggressiv oder wütend essen).

Nun, wie gehen wir mit all dem um?

Als erstes ist schon viel getan, wenn wir uns diesen Mechanismen bewusst sind. Gemeinsames Essen hat einen sehr hohen Stellenwert und wir machen oft unkritisch mit. Es lohnt sich also während dem Essen genau zu beobachten, was am Passieren ist. Eine Falle ist dann keine mehr, wenn wir sie als solche erkennen. Es geht also darum, alle Essenssituationen sehr bewusst wahrzunehmen. Dabei ist es immer wichtig, so stark wie möglich sich selbst zu bleiben, oder wie im letzten Forum ausgedrückt, seinen Takt zu behalten. In Situationen in denen andere Essen und wir nicht, hilft es, diesen Takt ganz bewusst mit einem Kaugummi (mit geschlossenem Mund) zu kauen. Und, natürlich, wie immer: Alle beschriebenen Phänomene geben Gelegenheiten zum Heilen. Es lohnt sich also, allem nachzugehen, was etwas auslöst.

Übrigens, offene Munde gibt es nicht nur beim Essen, sondern auch beim Sprechen oder Singen. Deshalb wird überall, wo man Menschen gleichschalten will, gesungen oder gemeinsam etwas gesprochen. Denken Sie dabei an das gemeinsame Sprechen oder Singen in Kirchen, an gemeinsamen Sport und Ähnliches. Diese sind aber oft etwas weniger problematisch, weil hier nicht gleichzeitig mit Aura und Seelen durchtränkte Lebensmittel einverleibt werden.

 



Bewusst essen ist entscheidend: Fotos: Jakob

 

Mittwoch, 2. März 2011

Vernetzung


Es ist immer wieder wertvoll, uns vor Augen zu führen, wie alles vernetzt ist. Wie jede Bewegung, jede Handlung, jeder Gedanke, einfach alles einen Einfluss auf alles andere hat. Spinnen und deren Netze sind ein ideales Bild hierfür. Nachfolgend deshalb einige Fotos von Spinnen und Netzen – einfach als Erinnerung, dass wir achtsam umgehen. Fotos: Jakob







Dienstag, 1. März 2011

Ablenkung


Als Schamanen sind wir immer - wirklich zu jedem Augenblick - auf unserem Pfad. Das bedingt, dass wir vor Ablenkungen Acht geben müssen, von Dingen also, die uns von unserem Pfad wegziehen, die unsere Aufmerksamkeit woanders hinlocken wollen.  Denn ist unsere Aufmerksamkeit woanders, dann bemerken wir nicht mehr unsere eigenen Themen, dann schenken wir unsere Energie nicht mehr unserem Weg, sondern einem anderen. Wir leben dann ein fremdes Leben. Aber wie merken wir, was eine Ablenkung ist und was nicht?

Grundsätzlich können wir zwei Arten von Fehlbeurteilungen machen: 1) Wir beurteilen etwas als eine Ablenkung, obwohl es keine ist oder umgekehrt 2) eine Ablenkung kommt getarnt, und wir merken nicht, dass es eine ist.

Zum ersten: Es bestehen herkömmliche Meinungen über Ablenkungen: Medien wie Fernsehen, Unterhaltung, Symptombekämpfung in der Medizin, zu viel Arbeit oder zu viele Termine und dergleichen werden in der Regel als Ablenkungen betrachtet. Dies mag oft tatsächlich der Fall sein, aber nur weil eine allgemeine Meinung dazu herrscht, heisst wiederum nicht, dass dies im konkreten Fall auch wirklich so ist. Beurteilen wir unseren Weg nach allgemeinen Meinungen, dann besteht das grosse Risiko, dass uns wichtige Elemente verloren gehen.

Zum zweiten: Andererseits können natürlich auch Ablenkungen getarnt erscheinen, Dinge also, die z.B. von Wegen sprechen, Wörter verwenden, die mit Entwicklung zu tun haben usw. aber alles in allem trotzdem nichts mit unserem Weg zu tun haben und deshalb in Tat und Wahrheit eine Ablenkung darstellen, obwohl es nicht so aussieht.

In anderen Worten, vielleicht ist für uns eine konkrete die Fernsehsendung und ein bestimmtes Fest gar keine Ablenkungen, hingegen ein gewisses Esoterikseminar oder Buch über indische Meister schon. Oder vielleicht ist es umgekehrt. Was also eine Ablenkung ist und was nicht, hängt vom konkreten Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt ab.

 







Bambus ist biegsam und gelangt nach einer Ablenkung wieder in den ursprünglichen Zustand zurück. Fotos: Jakob.

 Wie findet man nun heraus, was für uns Ablenkungen sind und was nicht? Ein Weg erfüllt grundsätzlich immer die Bedingung, dass sämtliche Entscheidungen mit dem Herzen gefällt werden. Falls also mein Herz ja sagt zur Fernsehsendung, dann ist sie auf meinem Weg, dann ist sie keine Ablenkung. Wenn das Herz hingegen nein sagt, dann ist sie eine Ablenkung. Das heisst, die genau gleiche Sendung, ist für den einen eine Ablenkung, für den anderen nicht. Weiter können wir überprüfen, ob wir auf unserem Weg sind, falls die Aktivität ein Gefühl auslöst. In anderen Worten, genügt es, auf sein eigenes Herzen zu hören – auch in den kleinen Entscheidungen.

 



 Schilf biegt sich mit der Ablenkung der Wellen und richtet sich danach wieder auf. Foto: Jakob


Dies die Theorie. In der Praxis sieht es viel komplizierter aus, denn wahre Ablenkungen können sehr heimtückisch sein und uns derart in ihren Bann ziehen, dass es kaum möglich ist, sie zu Beginn überhaupt zu erkennen und sind wir einmal in deren Fesseln, können wir uns kaum mehr befreien. Dies lässt sich durchaus mit einem Virus vergleichen, der uns zuerst unbemerkt befällt und uns dann krank macht wenn er ein kritisches Mass überschreitet. Ablenkungen (egal was es ist…) befallen uns auf eine ähnliche Art und rauben unsere Energie. Oft beginnt es – wie beim Virus – ganz harmlos: Wir haben vielleicht ein Buch gelesen oder eine Serie geschaut ohne auf unser Herzen zu achten, und plötzlich sind wir süchtig. Oder wir hören auf einen Demagogen, zuerst ganz harmlos, und plötzlich lassen wir uns von ihm leiten.  

Leicht kommen wir dann in einen wahren Teufelskreis: Wir sind immer mehr im Bann der Ablenkung, verlieren unsere Energie indem wir unsere Aufmerksamkeit der Ablenkung widmen und erhalten auch immer weniger neue (weil unsere Energie letztlich von unserem Weg stammt). Immer mehr und mehr verlieren wir unsere Energie und können uns nach und nach gar nicht mehr wehren, sogar dann nicht, wenn wir merken, dass wir von dieser Ablenkung gefangen sind. Eine Sucht ist ein typisches Beispiel, aber auch andere Dinge, die unsere Aufmerksamkeit in Bann ziehen, ohne dass es auf unserem Weg ist.

Einige Ablenkungen, die mich in letzter Zeit gefordert haben sind z.B. Lärmquellen wie Kirchenglocken oder Privatflugzeuge (ich höre immer hin und meine Aufmerksamkeit ist nicht mehr bei meinem Weg) oder Hunde (immer wenn einer in der Nähe ist, dann richte ich meine Aufmerksamkeit auf ihn in der Angst, er könnte mich beissen). Für Aussenstehende mögen diese Beispiele unplausibel sein, aber das ist ja genau das Merkmal: Die Ablenkungen sind spezifisch für jeden Menschen.

Wie geht man damit um? Das wichtigste ist wohl, dass wir zuerst erkennen müssen, dass diese Dinge in der Tat Ablenkungen sind. Dann müssen wir verstehen, dass der Kampf gegen eine Ablenkung aussichtslos ist. Die Ablenkung lebt davon, dass wir ihr Aufmerksamkeit schenken, was in einem Kampf unweigerlich der Fall ist. Der Kampf verstärkt also die Wirkung der Ablenkung. Das heisst, es braucht eine andere Strategie: Wir müssen akzeptieren, dass diese Ablenkung existiert und dass wir sie nicht verhindern können. Wir müssen sie anerkennen und sie an uns vorbeiziehen lassen. Wir beugen uns so wie der Bambus im Wind, der sich biegt, wenn die Ablenkung ihn trifft aber wieder aufsteht, sobald sie vorbei ist. Oder wie eine Welle im Meer, die auf eine andere trifft und nach dieser einfach weitergeht, wie wenn nicht gewesen wäre.

Wir akzeptieren also unsere Ablenkung, lassen sie durchziehen. Dies gibt uns wieder den Raum, uns auf uns selbst zu besinnen und unsere Aufmerksamkeit wieder unserem Weg zu geben.

In meinem Beispiel muss ich z.B. anerkennen, dass es Kirchenglocken, Privatflugzeuge oder Hunde gibt und ich muss sie an mir vorbeiziehen lassen und meine Aufmerksamkeit wieder meinem Weg geben.

Wir lösen uns von der Ablenkung, die uns im Griff hat, indem wir Akzeptieren, Zulassen und Loslassen.

 




Auch Gräser lassen die Ablenkung des Windes zu und kehren danach in die ursprüngliche Form zurück. Fotos: Jakob

Dienstag, 1. Februar 2011

Externe Taktgeber


Es ist eine ganz ansehnliche Liste, wenn ich alles aufschreibe, was mich direkt und indirekt zeitlich beeinflusst, externe Taktgeber also, dir mir sagen, was ich wann zu tun habe. Die Liste beginnt bei der Arbeit, Sitzungen, Vorgesetzte, Arbeitskollegen, Ämter, Gesetze usw. – alles bestimmt auch meine Termine. Dann spielt die Gesellschaft eine Rolle, mit ihren Feiertagen, der Wocheneinteilung, Öffnungszeiten, Fahrplänen und ähnlichem. Ferner beeinflussen mich ebenfalls die Taktgeber, welche einen Einfluss auf meine engsten Mitmenschen ausüben, dann natürlich auch die Taktgeber, welche diese Taktgeber beeinflussen… z.T. sind es ganze Rattenschwänze: Termine von Menschen, die von mir weit entfernt sind haben über viele Personen wiederum Rückkoppelungen auf mich. Ebenso beeinflussen natürlich meine Termine auch viele andere Menschen, ebenso solche, die ich überhaupt nicht kenne. Wir sind also in einem riesigen Geflecht von Taktgebern. Kann ich darin überhaupt noch meinen eigenen Takt spüren, beziehungsweise der Takt des Universums wahrnehmen, geschweige denn umsetzen? Wie gehe ich mit Rhythmen um, die nicht meine eigenen sind?

Ich versuchte diesem Thema etwas auf den Grund zu gehen und habe dabei folgendes entdeckt.

Externe Taktgeber wirken auf allen Ebenen: Wir werden auf der materiellen Ebene, in der Aura und auf der Ebene der Seele von externen Taktgebern beeinflusst. Auf der materiellen Ebene sind es die ganz konkreten Termine und Rhythmen von anderen Menschen, die auf uns wirken. Auf der Ebene der Aura beeinflussen externe Taktgeber die Form unserer Aura und unsere Seele passt sich gerne an die Schwingungen anderer an. Bei der Seele hat dies hat zur Folge, dass wir nicht mehr unseren eigenen Seelenstrahl spüren, sondern derjenige des Taktgebers.





 

Fotos: Taktgeber: Bahnhofsuhr, Kirche und Schule (mit zeitlichen Arealverboten) beide in Remigen auf der Zeitlinie des Kraftortsystems Windisch, Geburtstag, Mond. Fotos: Jakob

Externe Taktgeber bekommen von uns Energie: Wenn ein Mensch einem anderen seinen Rhythmus aufzwingt, dann saugt er gleichzeitig Energie aus diesem Menschen. Anderen Menschen einen Zeitplan aufzwingen hat also mit Energiediebstahl zu tun. D.h. die Vereine, die Gesellschaft, die Schule, alle haben dadurch einen Energievorteil, dass andere sich ihrem Rhythmus anpassen. Ob dieser Takt im Sinne des Universums ist, sei dahingestellt. Es geht hier einfach einmal darum nüchtern festzustellen, dass ein solcher Energietransfer geschieht. Der Energiegewinn kann noch dadurch erhöht werden, wenn der Takt ständig ändert oder wenn zwar klar ist, dass einen Zeitzwang kommen wird aber es unklar ist wann und wie er gestaltet sein wird. Wenn also andere ständig ihre Termine ändern, dann haben sie einen erhöhten Energiegewinn.

Externe Taktgeber werden als Machtinstrument missbraucht. Wegen dem vorhin erwähnten Energietransfer, werden Termine, Takte, Zeitzwänge usw. als Machtinstrument missbraucht. Vorgesetzte, Firmen, Religionen, der Stärkere in negativen Beziehungen, das System Kapitalismus schlechthin versuchen auf alle Arten und Weisen Zeitzwänge zu kreieren. Eine zufällige Liste solcher Mechanismen beinhaltet Dinge wie Weihnachten, Teamsitzungen, Kirchenglocken, Generalversammlungen und vieles mehr.

Fazit: Wenn wir genau hinschauen, entdecken wir, dass wir von unzähligen externen Taktgebern beeinflusst werden. Und wenn dieser Takt nicht mit unserem eigenen übereinstimmt, dann ist er schädlich und führt zu einem Energieverlust.

Wie gehen wir also mit externen Taktgebern um? Zuerst möchte ich sagen, was nicht funktioniert:

Der Kampf gegen die Termine und gegen den Takt nützt nichts: Wenn wir uns gegen die Termine oder gegen den Takt wehren, dann begeben wir uns auf die gleiche Ebene wie der Takt. Wir kreieren dann einen Gegentakt, der aber genauso schlägt wie derjenige, der uns stört. Dieser Gegentakt kann sogar dem Taktgeber genauso Energie geben wie das Mitmachen. Das Thema bleibt, wo er es haben will: Es werden immer noch die gleichen Energien aufgebaut. Das heisst, es lohnt sich nicht, für längere Öffnungszeiten sich einzusetzen, sich bei der Schule gegen den Stundenplan aufzulehnen, Generalversammlungen von Vereinen abzulehnen usw.


Stattdessen schlage ich folgendes Vorgehen vor:

Zuerst eine Analyse von externen Taktgebern machen: Hier geht es darum nüchtern zu analysieren, was und wer den eigenen Takt überhaupt beeinflusst und welche Mechanismen dazu eingesetzt werden. Es geht darum, zu erkennen, was uns überhaupt beeinflusst, und wo wir mögliche Taktangriffe zu befürchten haben.

Den eigenen Ur-Rhythmus kennen lernen: Jeder Mensch, dies meine Beobachtung, hat einen eigenen Rhythmus oder Takt. Dieser ist ein Teil unseres Weges, er sagt, wann wir was am besten machen, welcher Rhythmus am besten mit uns zusammenpasst. Diesen Rhythmus findet man idealerweise auf der Ebene der Seele. Es geht also darum, die eigene Seele zu spüren und dabei auf diesen Takt zu hören. Eine schamanische Reise kann hier unterstützend wirken.

Ganz bewusst den eigenen Rhythmus leben: Nun geht es darum, sich immer wieder diesen eigenen Rhythmus bewusst zu werden und diesen möglichst zuzulassen.

 





Fotos: Wie die von der Sonne bestrahlten Regentropfen ihre Farben abstrahlen, lassen wir uns auch von unserem Ur-Rhythmus bewegen und strahlen unseren eigenen Takt ab. Fotos: Jakob

Den Takt nicht nur aufnehmen, sondern auch abstrahlen: Nicht nur nehmen wir einen eigenen Rhythmus wahr, sondern wir strahlen auch einen ab. Es geht dabei nicht darum, andere zu beeinflussen, sondern einfach darum, diesen Rhythmus ungerichtet abzustrahlen.  Das Ganze lässt sich mit einem Felsen in einem Meer vergleichen, welcher Wellen aufnimmt und diese wieder reflektiert. Damit dies gelingt, sind ebenfalls Zeiten der Ruhe notwendig. Auch hier können schamanische Reisen unterstützend wirken.

Situationen, die uns aus diesem Ur-Takt werfen, zeigen Wunden auf, die geheilt werden können: Merken wir, dass wir uns trotzdem von anderen Taktgebern anstecken lassen, dann müssen wir die darunter liegenden Wunden heilen (die Methoden des Heilens sind im „schamanischen Heilbuch“ beschrieben, ich wiederhole sie hier nicht). Aus dem Rhythmus fallen wir am ehesten dort, wo wir unter dem ersten Punkt gemerkt haben, dass wir von anderen beeinflusst werden.

Kurz, es geht darum, denn eigenen Rhythmus zu erkennen, und diesen abzustrahlen. Wo der eigene Takt nicht mit den Anforderungen anderer übereinstimmt, ist es nötig, dass wir uns heilen. In anderen Worten, wir kämpfen nicht gegen den Takt von anderen, sondern wir strahlen immer unseren eigenen ab und schauen, wo nötig, unsere Themen an.


 
 
Von Geburt bis Tod suchen wir unseren eigenen Rhythmus. Foto: Jakob