Mittwoch, 1. April 2009

Die Seele


Im schamanischen Heilbuch schrieb ich folgendes: „Die Seele ist das „Belebende“. Sie verleiht unserem Körper und unserer Aura Leben. „Unsere“ Seele ist ein Teil einer Gesamtseele, die alle Körper und Auren anregt oder – anders ausgedrückt – mit ihnen in Resonanz tritt. Vergleichen wir dies zum besseren Verständnis mit der Sonne und wie sie die Erde bescheint. In dieser Analogie stellt die Sonne die Gesamtseele dar, welche alles auf Erden bescheint, also jeden Menschen, jedes Tier, jede Pflanze, jeden Stein, jeden Gegenstand. Dank der Sonne wird alles sichtbar, genauso wie die Gesamtseele alles belebt. Es ist immer die gleiche Sonne, auch wenn verschiedene Strahlen die einzelnen Gegenstände treffen. Genauso wird jeder Mensch, jedes Tier und jeder Gegenstand von anderen Teilen der Gesamtseele belebt, obwohl es immer die gleiche Gesamtseele ist. So wird auch jeder Mensch von einem anderen Seelenstrahl belebt, doch stammt alles von der gleichen Gesamtseele. Wir werden demnach alle von der gleichen Einheit belebt.

Aus schamanischer Sicht hat die Seele, das Belebende also, die Absicht, sich in Richtung Liebe zu bewegen. Dies bedeutet – und das ist das entscheidende Element der schamanischen Philosophie -, dass die Seele noch nicht Liebe ist. Damit sie es jedoch werden kann, ist Bewegung notwendig – ein Weg der begangen werden muss. Der Schamane beugt sich dieser Absicht und geht deshalb den Weg der Liebe.“

Seither habe ich weitere Erkenntnisse dazu gewonnen. Diese entsprechend vielleicht nicht der üblichen Sichtweise, doch um die Diskussion zu beleben, stelle ich sie hier dar:

Es ist nicht wir, welche eine Seele haben, sondern die Seele ist übergeordnet und hat gewissermassen uns. Die Seele ist auch nicht an einen bestimmten Körper gebunden, sondern sie ist einfach und wir (als Körper und Aura) können uns dazu entscheiden, uns von einer bestimmten Seele „bescheinen zu lassen“. Am besten wählen wir natürlich einen Seelenstrahl, der eine Schwingung oder Resonanz mit uns aufweist. Dort können wir der Absicht der Seele am besten nachkommen. Es ist aber mit unserem freien Willen möglich, diesen Seelenstrahl zu verlassen oder in einen anderen, unbesetzten zu „stehen“. Gehen wir unserem Herzen nach, dann stehen wir in „unserem“ Seelenstrahl. Dann erfüllen wir die Absicht des Universums oder leben unsere Berufung. Gehen wir nicht dem Herzen nach, dann lassen wir uns von einem anderen Seelenstrahl beleben. Beides ist mit unserem freien Willen möglich. Die Kunst ist es nun, den zu uns passenden Seelenstrahl zu erkennen und uns von diesem beleben zu lassen.

Montag, 2. Februar 2009

Kraftortsystem Windisch: Wo geht die Linie des Herzens durch?


Vor sicher 15 Jahren besuchte ich einen Vortrag über die Verkehrsgeschichte von Windisch. Der Vortragende zeigte eine alte Karte von Windisch, auf der eine gerade Reihe von fünf „Findlingen“ direkt auf das Amphitheater von Windisch zu führten. Von England, dem Südwesten der USA und anderen Orten wusste ich, dass Kraftorte oft in geraden Linien angeordnet sind, welche z.B. in England „Ley Lines“ genannt werden. Gab es in Windisch auch so etwas? Waren diese Findlinge vielleicht Menhire, die auf etwas Umfassenderes  hinwiesen?


  Die beiden Linien des Herzens: Rot: durch die fünf Findlinge oder wahrscheinliche Menhire von Windisch. Blau: Linie durch den Richtplatz und das Lotharreservat Richtung Jaun und Aigle. Die Linien sind auf der Siegfriedkarte (1878) dargestellt auf der die alte Menhirreihe noch ersichtlich ist.
 

 

Aus diesen Fragen entstand nach und nach das Kraftortsystem Windisch. Ich entdeckte, dass sich viele solche Linien sich im römischen Amphitheater von Windisch treffen und jede eine andere Qualität oder ein anderes Thema darstellt. Einige dieser Themen sowie Karten des Systems habe ich in diesem Forum im Sommer 2007 dargestellt.

Aber immer wieder entdecke ich Neues: Die Linie, welche durch die Findlinge oder Menhire führt, ging weiter und traf nach meinen Abmessungen auf den Gantrisch, einem Berg in der Nähe von Thun. Auf dieser Linie empfand ich die Qualität „Entscheidungen“, die – geht man seinen eigenen Weg – mit dem Herzen gefällt werden. Das war aber vor vielen Jahren.

Mitte 2007 las ich dann ein Buch von Bertrand Piccard über seine Weltumseglung in einem Heissluftballon. Eine Intuition sagte mir: Er ist auf der Herzlinie gestartet. Von Windisch aus gemessen, fand ich tatsächlich, dass sein Abflugort in Château d’Oex auf dieser Herzlinie liegt. Verbindet man Château d’Oex mit Windisch, kommt man durch Jaun und wie es der Zufall wollte, wurde ich letzten November eingeladen in Jaun ein Seminar über Schamanismus und Musik zu halten. Dieses Seminar fand zusätzlich genau in dem Ferienheim statt, wo ich vor vielen Jahren während der RS in der Verlegung war. Dies war ein weiterer Hinweis – denn im Leben wird man immer an die Orte geführt, die irgendwie wichtig sind. Dazu kam, dass an dieser Stelle ein beeindruckender Wasserfall aus einer Höhle im Berg entspringt. Zusätzlich stand früher auf einem Hügel direkt vor dem Wasserfall ein Galgen. Und – führte in Windisch nicht auch die Linie durch den neu ausgegrabenen Richtplatz? Alles schien zu passen…

 

 



 
Wasserfall in Jaun auf der Linie des Herzens. Der Wasserfall entspringt direkt dem Berg. Foto: Jakob
 

Nur – verbindet man Jaun und den Gantrisch dann gelangt man nicht nach Windisch. Was stimmte jetzt? Hatte ich irgendwo einen Fehler gemacht? Oder unsorgfältig gearbeitet? Kleine Abweichungen von wenigen Metern ergeben natürlich in grösserer Distanz sofort Abweichungen von vielen Kilometern. Aber wieso war mir nicht aufgefallen, der Windisch, Gantrisch und Château d’Oex nicht auf einer Geraden liegen? Plötzlich hatte ich grundsätzliche Zweifel: Stimmt dieses System überhaupt? War es nur ein Wunsch von mir?

Ich mass nochmals die Menhirereihe genauer ab und kam wieder zum Gantrisch. Also doch nichts mit Jaun? Doch führte mich unerwarteter weiterer Besuch in Jaun wieder zum Wasserfall. Und es war eindeutig: Hier war Herzqualität, es liess sich nicht leugnen. Aber wie passte das mit den Menhiren und mit dem Gantrisch zusammen?

Und plötzlich wurde es klar. Es gibt zwei Linien des Herzens: eine, welche durch die Menhire geht und auf den Gantrisch trifft. Diese Linie hat die so genannte „grüne“ Herzqualität (d.h. ein solcher Mensch achtet noch stark auf andere Menschen; in anderen Foren habe ich schon darüber berichtet, vgl. auch Schamanisches Heilbuch). Die Linie durch Jaun, Château d’Oex (welche weiter nach Aigle geht) hat die weisse Herzqualität (d.h. ein solcher Mensch achtet bei Herzentscheidungen auf seinen eigenen Weg).

Um sicher zu sein, dass die Geraden diesmal richtig waren habe ich sie nicht nur auf der Karte abgemessen sondern zusätzlich anhand der Koordinaten berechnet. Die Berechnung stimmte mit der Vermessung überein.

Aber wieso hatte ich das früher nicht gemerkt? Meine Vermutung: Damals hatte ich noch ein „grünes“ Herz und konnte die andere Linie gar nicht wahrnehmen. Und wieso haben die Menhire die „grüne“ Qualität und ausgerechnet die Richtplätze die „weisse“ Qualität? Weitere Vermutung: Der Weg führt bei jedem Menschen von „grün“ zu „weiss“, bei „grün“ gibt es noch „Leitlinien“, bei „weiss“ muss man sie selber finden. Die Richtplätze sind darauf, weil oft mit Bauten oder Themen die Machtträger die Qualität zu unterbinden suchen. Ein fremdes „Richten“ soll das universale oder göttliche „Richten“ überspielen.

Sonntag, 1. Februar 2009

Fremde Weltbilder erkennen


Im 6. Chakra ist unser Denken und unsere Kreativität lokalisiert, dort wird auch unser Weltbild geprägt, beziehungsweise die Leit- oder Glaubenssätze, nach denen wir unser Leben richten. Nachfolgend möchte ich dieses Thema vertiefen und der Frage nachgehen, was ein solches Weltbild umfasst, wie wir fremde Elemente darin erkennen und was ein gesundes 6. Chakra ausmacht.

Mit unserem Weltbild beobachten, beziehungsweise schaffen wir uns die Realität, die wie wir im Aussen antreffen. Dieses Weltbild wird meistens zum grössten Teil von unserer Erziehung und unserer Gesellschaft geprägt. Da solche Weltbilder uns so tief formen und weil nicht selten unsere ganze Umgebung das gleiche oder zumindest ein ähnliches Weltbild hat, ist es oft sehr schwierig zu erkennen, inwieweit unser Weltbild unser eigenes ist und inwieweit es fremdbestimmt ist. Wahrscheinlich ist sogar viel mehr fremd, als wir auf Anhieb erwarten. Dies kann zu Verwirrung führen und wir glauben, etwas sei unser eigener Weg (weil er sich so normal und stimmig anfühlt) obwohl er es nicht ist.

Weltbilder können jedes Thema im Leben betreffen. Hier einige Beispiele:

1) Unsere Ansicht über die Art und Weise wie Männer und Frauen miteinander zu sein haben. Ist der Mann nun der Versorger und die Frau verantwortlich für Haushalt, Kinder und Soziales? Oder ist es umgekehrt? Oder ist es eine partnerschaftliche Aufteilung? Es geht nicht nur um Mann und Frau, oft sind sämtliche Arten wie Menschen miteinander umgehen von Weltbildern geprägt.

2) Sämtliche Meinungen und Standpunkte die wir haben stammen von Weltbildern, z.B. unsere politische Gesinnung, was wir von anderen Menschen halten, ob wir uns für oder gegen eine bestimmte Fussballmannschaft einsetzen usw.

3) Persönliche Glaubens- oder Leitsätze gehören ebenfalls dazu. Zum Beispiel „Ich muss etwas leisten, damit ich geliebt werden“, „wer nichts riskiert, gewinnt nichts“, „Geld darf nur für langfristige Investitionen und nicht für kurzfristigen Spass ausgegeben werden“ oder „das schaffe ich nie“.

4) Unsere Ansicht über gut und böse oder richtig und falsch sind ebenfalls Weltbilder. Fast alle von uns haben wohl die Meinung, dass Mord und Totschlag falsch sind (ich wähle bewusst ein krasses Beispiel), ausser es geht um Verteidigung oder darum, in einem Krieg einen bösen Gegner umzubringen. Aber auch dies sind Weltbilder

5) Oder - noch radikaler - glauben wir, dass wir nicht in der Zeit reisen können, dass Gegenstände solid sind, dass die Erdanziehungskraft gilt usw. Aber auch das sind Weltbilder, sogar dann, wenn sie von physikalischen Gesetzmässigkeiten untermauert sind.

 
Wie sieht es nun aus für einen Menschen, der auf dem Weg des Herzens ist?

Bei den oben dargestellten Weltbildern werden Entscheidungen vorweggenommen. Dies lässt ein Schamane nicht zu. Sondern er entscheidet in jedem Fall unabhängig und frei mit dem eigenen Herzen. Das heisst, es ist eine Entscheidung des Herzens, wie wir eine Beziehung organisieren, wie wir abstimmen, von welcher Mannschaft wir Fan sind, ob in einem konkreten Fall töten richtig ist usw. Dies geht sogar soweit, dass wir mit dem Herzen entscheiden, ob nun in der Zeit gereist werden kann. Letzteres klingt unplausibel, aber weil sämtliche Menschen glauben, dies sei unmöglich, haben wir einen derart starken Konsens darüber, dass jede andere Variante gar nicht existieren kann.
 
Wie unterscheide ich nun ein fremdes Weltbild von einem Weg des Herzens? Ich muss bei jeder, auch noch so kleinen Entscheidung konsequent mit dem Herzen entscheiden. Dabei ist zu beachten, dass es auch eine Entscheidung ist, wie ich auf andere reagiere oder auf Bemerkungen anderer antworte. Vielfach ist es aber schwierig zu erkennen, dass ich überhaupt am Entscheiden bin, denn was wir gerade machen wirkt oft normal und selbstverständlich, so dass wir es gar nicht hinterfragen. Es ist deshalb sehr hilfreich, sich mit vollkommen anderen Menschen zu umgeben, als wir uns das gewohnt sind oder in gänzlich andere Gegenden zu reisen. Ist man vom Land, geht man in die Stadt, steht man links, verkehrt man mit Rechten, ist man Schweizer, sucht man sich Ausländer auf, ist man fortschrittlich, umgibt man sich mit traditionsbewussten Menschen usw. Mit diesen Leuten oder an diesen Orten achten wir dann ganz genau auf unsere Gefühle: Macht die Art des anderen, seine Meinung, seine Lebensweise uns auf irgendeine Art betroffen, dann sind wir auf der Spur zu einem fremden Weltbild beziehungsweise zu einer Wunde im 6. Chakra.  

 Wieso? Die Betroffenheit zeigt, dass wir selbst ein Thema haben, nicht, dass der andere unrecht hat. Der andere oder die andere Situation sind einfach. Sind wir geheilt, haben wir also keine fremden Weltbilder, dann finden wir in jeder Umgebung unseren Weg.

Haben wir Themen entdeckt, dann heilen wir diese indem wir die Gefühle oder die Verzweiflung oder sogar den körperlichen Schmerz zulassen, welches dieses Thema auslöst. Gleichzeitig suchen wir in unserer eigenen Geschichte, wo dieses Weltbild vielleicht herkommt. Und wir entscheiden nach wie vor mit unserem Herzen.

Und was bringt das? Ist unser Weltbild beziehungsweise unser 6. Chakra vollständig geheilt, dann können wir uns jede beliebige Realität schaffen. Sehr wichtig ist dabei aber: Gehen wir den Weg des Herzens, dann sind wir natürlich nicht mehr daran interessiert einfach irgendeine Realität zu erschaffen, sondern wir wollen die Absicht des Universums (oder die göttliche Absicht, wie man das auch immer nennen will) erschaffen. Damit kreieren wir eine Realität, die in Einklang mit dem Grund unseres Daseins steht.

Ich muss betonen: Es ist unbedingt notwendig, dass wir dieses Chakra heilen, bevor wir mit der Schaffung einer konkreten Realität beginnen. Sind wir nicht geheilt, ist die Gefahr gross, dass wir eine Realität erschaffen, die nicht dem Weg des Herzens sondern unseren Wunden entspricht. Wir versuchen dann unsere Wünsche zu erfüllen oder unsere Sehnsüchte zu befriedigen. Wir schaffen dann also das, was unser Ego will und nicht das, was eine übergeordnete Kraft, eben zum Beispiel das Universum, möchte.

Sonntag, 2. März 2008

Gefühle


Der Motor für unsere Bewegung im Leben sind unsere Gefühle. Sie geben uns die nötige Energie, damit wir vorwärts, auf Neues zugehen beziehungsweise Altes verlassen können. Sie zeigen uns zudem, ob wir von unserem Weg abgewichen sind oder nicht.

Jedes Gefühl, welches nicht zugelassen wurde, bleibt in der Aura stecken, gewissermassen als eine Bewegung, die auf unserem Weg im Leben noch nicht vollzogen wurde. Diese stecken gebliebenen Gefühle summieren sich über die Zeit und führen anschliessend oft zu körperlichen Symptomen. Die Konsequenz: Wir heilen uns, indem wir die nicht gelebten Gefühle zulassen, sie also aus der Aura befreien oder eben den nicht vollzogenen Schritt (=nicht zugelassenes Gefühl) im Leben nachholen (=dieses Gefühl befreien). Dies ist selbstverständlich einfacher gesagt, als getan. Wir haben oft grosse Mühe an die Gefühle zu gelangen und sind wir einmal dort, dann interpretieren wir sie anders. So werten wir beispielsweise Angst als ein Zeichen, etwas zu unterlassen, statt als Zeichen, dass wir auf etwas Neues zugehen.

Aber was sind unsere Gefühle wirklich? Alle Gefühle basieren auf eines der folgenden fünf Basisgefühlen: Wut, Sehnsucht, Angst, Trauer und Freude. Alle anderen Gefühle zeigen entweder verschiedene Stärken eines dieser Gefühle oder sind Mischungen zweier oder mehrerer Basisgefühle. So sind Irritation, Ärger, Zorn, Rage, Tollwut unterschiedliche Stärkegarde von Wut. Neid und Eifersucht sind hingegen eine Mischung aus Sehnsucht und Angst, Enttäuschung ist eine Mischung aus Trauer und Angst oder ein schlechtes Gewissen eine Mischung aus Angst und etwas Trauer.

Anhand der Gefühle erkennen wir unseren Standort in Bezug zu unserer Umgebung und ob wir tatsächlich in Bewegung sind oder nicht. So zeigen Wut und Sehnsucht, dass wir von unserem Weg abgewichen sind. Spüren wir Wut, sind wir zu nahe an etwas während Sehnsucht zeigt, dass wir zu weit weg sind. Trauer und Angst zeigen an, ob wir uns tatsächlich bewegen oder nicht. Bei Trauer verlassen wir etwas und bei Angst gehen wir auf etwas zu. Es ist also nicht möglich uns ohne Angst und Trauer auf unserem Weg zu bewegen, denn immer müssen wir auf etwas Neues zugehen und ständig verlassen wir Altes. Spüren wir schliesslich Freude, dann sind wir genau richtig. Die Freude ist ein schönes Geschenk, welches wir wie eine Pause auf einer Wanderung genießen können. Freude ist aber nicht von Dauer, denn früher oder später setzen wir unseren Weg fort und prompt folgt Angst und Trauer.

Haben wir ein Gefühl, etwa Enttäuschung, welches eine Mischung der Basisgefühle darstellt, so sind verschiedene Bewegungsarten beteiligt. Beispielsweise sind wir bei Enttäuschung traurig, weil sich etwas Erhofftes nicht einstellt (wir verlassen die Hoffnung) und haben gleichzeitig Angst vor dem Neuen (wir gehen nun auf etwas Unbekanntes zu).

Gefühle sind also wichtig, sie müssen unbedingt zugelassen werden, denn ohne Gefühle können wir uns auf unserem Weg nicht bewegen. Unterdrücken wir die Gefühle, so entstehen Wunden in der Aura. Diese können nur geheilt werden, indem die Gefühle im Nachhinein zugelassen werden. Oft entstehen genau deshalb Krisen in der Gegenwart, damit wir auf unsere Wunden stossen und so Gelegenheit haben, diese zu heilen.

Samstag, 1. März 2008

Schamanismus und Arbeit


 

 


 

 
Schamanismus und Beruf, Param Verlag.
 

 

Arbeit. Wir brauchen Geld, um zu überleben. Also gehen wir arbeiten. Manchmal gefällt uns die Arbeit, manchmal nicht. Selten können wir ganz hinter dem stehen, was wir tun, denn ein anderer befiehlt, und oft haben seine Weisungen nichts mit unseren eigenen Ideen, mit unserer Berufung, mit unserem Wesen zu tun. Wir spüren deutlich, wie uns die Arbeit von unserem eigenen Weg wegführt, dass wir etwas anderes tun, als uns wirklich entsprechen würde. Müssten wir nur kein Geld verdienen, dann wäre alles ganz anders. Empfinden wir es nicht oft so, als würden wir unsere Seele verkaufen, damit wir überleben können?

 Hinzu kommt, dass unsere Arbeit fast immer den grössten Teil unseres Lebens beansprucht und wir selbst kommen zu kurz. Die Zeit ausserhalb der Arbeitszeit genügt nicht, zumal sie zusätzlich von Tätigkeiten wie Haushalten oder Einkaufen erfüllt ist, die uns oft ebenfalls genauso wenig entsprechen. Und in der wenigen Zeit, die uns übrig bleibt, müssen wir uns erholen, damit wir genügend Kraft haben, das Ganze am nächsten Tag noch einmal durchzuspielen. Wo bleiben wir dabei? Wieso können wir nicht wir selbst sein?

Im Folgenden geht es mir darum, zu erklären, wie wir das Dilemma zwischen uns selbst sein oder unsere Berufung leben und Geld verdienen überwinden können. Ich zeige, wie es möglich ist, an jeder Arbeitsstelle, bei jeder Tätigkeit, ganz gleich welche, sich selbst zu entdecken und zu verwirklichen. Ich erkläre, wie wir zu Erkenntnissen über uns selbst kommen und wie diese helfen, die genau richtige Arbeit zu finden. Mit unserer Berufung bestreiten wir dann unseren Lebensunterhalt. Hierzu verwende ich die Methoden und Philosophien eines Menschen, der auf sein Herz hört.

Das Herz? Kann das funktionieren? Können wir sogar betreffend Geld, wohl der wichtigste Aspekt des Arbeitens, auf unser Herz hören? Sie werden sehen: es geht. Auch jede Entscheidung betreffend Geld kann mit dem Herzen gefällt werden und dann erübrigt sich sogar eine Bilanz. Denn ein Mensch, der dem eigenen Herzen nachgeht, hat immer genügend Geld. Dies klingt radikal, ich weiss, denn Geld ist doch wichtig, ja, essentiell. Solche Entscheidungen dürfen doch erst nach reifer Überlegung gefällt werden. Würden wir alles kaufen – so denken wir – wonach unser Herz begehrt, wären wir schnell pleite. Würden wir nur Tätigkeiten annehmen, zu denen unser Herz ja sagt, könnten wir nicht einmal die Miete bezahlen. Aber gehen wir der Sache nun etwas auf den Grund:

 Wie ist ein Mensch, der auf sein Herzen hört?

 Ein Mensch, der auf sein Herzen hört, sucht und geht konsequent seinen eigenen Weg. Er beobachtet, wie er in seinem Alltag Hindernissen aller Art begegnet und wie diese bei ihm Gefühle, Krisen, Schmerzen und dergleichen auslösen. Diese werden meist durch Erfahrungen in der Vergangenheit, meist in der Kindheit geprägt. Hier wird von Wunden oder Blockaden gesprochen, die er aufzulösen hat. Diese Wunden bestehen aus ungelebten Empfindungen, die eigentlich zur damaligen Situation gehört hätten aber aufgrund ihrer Heftigkeit nicht erlebt wurden. Diese Empfindungen bleiben dann gewissermassen hängen und verursachen jedes Mal einen Schmerz, wenn sie berührt werden, nicht unähnlich zu ungeheilten körperlichen Wunden.

Der Weg eines Menschen, der auf sein Herzen hört, führt jedoch zusehends zu Harmonie, zu Gleichgewicht, Liebe, Freiheit oder wie dieser Zustand auch immer genannt wird. Der Weg wird durch das Herz gefunden, das heisst, wir folgen dann unserem Pfad, wenn wir alle Entscheidungen mit dem Herzen treffen. Die Heilung der Wunden erfolgt dadurch, dass diese erkannt und dann die darin verborgenen Gefühle, die versteckte Verzweiflung oder die körperlichen Schmerzen gelebt werden. Es ist das Zulassen dieser Empfindungen, welches heilt, auch wenn dies im ersten Moment nicht so wirkt, denn uns geht es dabei subjektiv schlechter bevor wir eine Verbesserung bemerken.

Der Weg eines Menschen, der auf sein Herzen hört lässt sich mit einem Fluss vergleichen, der vom Gebirge, also von einem Ungleichgewichtszustand aus, ständig sein eigenes Flussbett sucht, bis er das Meer oder den Gleichgewichtszustand erreicht. Die Hindernisse auf dem Weg entsprechen Steinen oder Wasserfällen und die Ufer sind unsere Umgebung, das heisst unsere Mitmenschen, unsere Wohnumgebung und eben auch unsere Arbeit.

 Beschreibung angebracht: Unser Herz sagt dann ja zu etwas, wenn wir ein wohltuendes oder warmes Gefühl mitten in der Brust empfinden. Nein sagt es, wenn dieser Bereich eher verschlossen oder kühl wirkt. Dabei ist ein Herzentscheid kein Bauchentscheid, obwohl viele Menschen alle Entscheide, die nicht mit dem Kopf oder aufgrund von logischen Überlegungen gefällt werden, als Herzentscheide deklarieren. Die Gefühle des Bauches haben eine andere Bedeutung und sollen uns zeigen, wo wir in Relation zu anderem stehen. Haben wir beispielsweise Wut dann sind wir zu nahe oder spüren wir Sehnsucht, dann sind wir zu weit weg von etwas. Das Herz, hingegen, ist dafür verantwortlich, zu entscheiden, wie wir etwa unsere Distanz zu etwas vergrössern oder verkleinern. In anderen Worten zeigen uns die Gefühle, wo ein Entscheidungsbedarf vorliegt und das Herz entscheidet dann. Sind wir beispielsweise wütend auf einen anderen Menschen, dann wissen wir, dass hier eine Entscheidung fällig ist. Wir beobachten anschliessend alle Möglichkeiten, etwas zu verändern und anschliessend entscheidet das Herz, welche dieser Möglichkeiten wir umsetzen.

Viele Menschen spüren ihr eigenes Herz aber nicht, weil dieses von einer Schutzschicht zugedeckt ist. Diese Schicht schützt vor dem Schmerz, der in den Wunden und Ungleichgewichten steckt. Solche Menschen können nicht mit dem Herzen entscheiden und ihre vordringliche Aufgabe bestünde vorerst darin, diese Schutzschicht aufzubrechen, bevor sie beginnen, mit dem Herzen zu entscheiden. Oft sind es Krisen oder schwere Krankheiten, welche diese Schutzschicht durchtrennen. Wie aber können wir wissen, ob unser Herz zugedeckt ist? Ein guter Test besteht darin, ob es uns gelingt alleine zu sein und mit lange meine ich nicht Stunden sondern Wochen. Die Schutzschichten werden durch die ständige Bestätigung anderer immer wieder verstärkt. Fällt diese Bestätigung anderer zusammen, brechen allfällige Schichten in sich zusammen. 
 
Herzentscheide kennen im Weiteren keine Massstäbe, obwohl viele Menschen eine vorgefasste Meinung dazu haben, was ein solcher sei. Ein Herzentscheid muss zum Beispiel zu Frieden oder Unabhängigkeit führen oder dazu, dass es anderen besser geht. Dies mag in gewissen Fällen stimmen, in anderen aber auch nicht. Ein Herzentscheid führt zum eigenen Weg und hat nichts damit zu tun, ob wir anderen helfen, Frieden stiften oder dergleichen.

Wie wird nun das konsequente Gehen des eigenen Weges bei der Arbeit angewendet?

Anwendung bei der Arbeit

Bei unserer Arbeit kommen wir hautnah in Kontakt mit uns selbst. Die alltäglichen Geschehnisse mit Kollegen, Zeitnot, Stress, Verantwortung, Macht, Erfolg usw. zeigen unsere Ungleichgewichte oder Wunden auf. Nur wenn wir diese sehen, können wir sie auch heilen. Und dazu ist die Arbeit ideal: Hier begegnen wir sehr vielen Situationen, die unsere Wunden sichtbar machen. Ist übrigens eine bestimmte Wunde geheilt, dann ist die Situation, welche darauf hinweist, nicht mehr nötig, womit wir in eine neue gelangen können.

Konkret heisst dies, wir arbeiten, um uns selbst zu erkennen, um genau unseren Weg zu finden. Unsere Arbeit dient also uns, auch wenn wir sie für jemanden anders verrichten. Haben wir alle Mitteilungen aus unserer gegenwärtigen Arbeit erkannt, dann folgt automatisch eine neue Tätigkeit, die uns schon ein Stück mehr entspricht. Und so geht das weiter, Tag für Tag, Arbeitssituation um Arbeitssituation, Stelle um Stelle. Immer erkennen wir die Lektionen und entscheiden mit dem Herzen und werden so immer mehr wir selbst. Dieser Weg lässt sich übrigens nicht nur bei der Arbeit anwenden; er gilt für alle Lebensbereiche.

Ein Mensch, der dem Herzen nachgeht, begrüsst also alles, was er bei der Arbeit antrifft, denn er weiss, alles ist für ihn wichtig, alles dient seinem eigenen Weg. Was mit den anderen Menschen geschieht, spielt dabei keine Rolle mehr. Er muss deshalb niemandem mehr die Schuld für eine unglückliche Begebenheit zuweisen, denn alles was geschieht, ist nur für ihn. Auf diese Weise übernimmt er die Verantwortung für alles, was ist, bekommt aber dadurch die Möglichkeit bestehende Situationen zu verändern. Dies geschieht, wie erwähnt, dadurch, dass er seine Wunden heilt, welche durch die gegenwärtige Situation ausgelöst werden.

Hierzu ein persönliches Beispiel: Bei meiner Arbeit beobachtete ich lange Zeit, wie sehr oft genau dann der Drucker versagte, wenn ich eine wichtige Arbeit unter grossem Termindruck abzuschliessen hatte. Dies versetzte mich jeweils in Wut und Verzweiflung. Hatte ich mich doch so angestrengt, meine Arbeit rechtzeitig abzuschliessen, einen beinahe unmöglichen Termin doch eingehalten und nun kam ein Hindernis dazwischen, was ich – so fand ich zumindest – nun gar nicht verdiente. Als ich diese Begebenheiten symbolisch interpretierte, merkte ich, dass dies bei mir als Kind nicht anders war. Ich musste Unmögliches leisten, doch bekam ich selten die nötige Unterstützung. Die Verzweiflung von damals war nicht geheilt und die gegenwärtige Situation war dazu da, mir klar zu machen, dass ich diese alten Wunden anzugehen hatte. Ich musste den Schmerz und die Enttäuschung von damals noch einmal spüren. Seither habe ich selten Probleme mit dem Drucker.

Dieses Vorgehen ist nicht einfach. Entschliessen Sie sich, sich Ihrem Weg zu stellen, oder in anderen Worten, sich selbst zu entdecken, dann folgen oft heftige Gefühle, Sie gelangen in einen inneren Aufruhr. Immer wieder werden Sie an den Rand der Verzweiflung geraten. Es ist alles andere als angenehm und gemütlich. Doch sind genau diese Empfindungen nötig, um zu einer erfüllenden Arbeit zu kommen, denn es sind diese Empfindungen, welche – wie ich oben erwähnt habe – heilen.

Gehen wir nun einige Arbeitsthemen an und sehen, wie sich ein Mensch, der dem Herzen nachgeht dazu stellt:

Die Motivation hinter der Arbeit: Ein Mensch, der seinem Herzen nachgeht, ist ständig an der Arbeit, er betrachtet alles, was auf seinem Weg liegt als Arbeit. Viele von uns haben aber eine andere Motivation zu arbeiten und diese gibt Hinweise für unseren Weg. Ist zum Beispiel Geldverdienen unsere Motivation, dann haben wir womöglich Zweifel daran, dass wir immer genügend bekommen, um unseren Weg zu gehen. Das heisst, wir haben irgendwo eine existentielle Wunde und wir haben kein Vertrauen, dass wir immer für uns selbst sorgen können. Eine solche Wunde kann geheilt werden, indem wir uns unserer Angst stellen und sie zulassen. Vielleicht ist aber auch Macht die Motivation zu Arbeiten, dann haben wir womöglich Zweifel daran, dass wir unser Potential leben können. Auch hier suchen wir nach den Wunden und lassen die darin verborgenen Empfindungen zu.

Geld: Jede Geldausgabe und –einnahme ist eine Entscheidung, die mit dem Herzen gefällt wird. Machen wir dies konsequent, dann erübrigt sich eine Bilanz, denn für unseren Weg haben wir immer genügend Geld. Können wir Geld als das ansehen, was es ist – nämlich als eine Masseinheit, wie etwa Kilogramm oder Meter dies auch sind – dann verschwinden viele der Probleme, die unsere Arbeit betreffen. Geld wird dann eine Folge unseres Weges und nicht umgekehrt. Wir müssen also nichts anderes tun, als beständig jede Entscheidung mit unserem Herzen fällen, und wir bekommen genügend Geld, nicht zu viel und nicht zu wenig. Da die Wege aller Menschen verschieden sind, werden wir deshalb auch unterschiedliche Mengen an Geld zur Verfügung haben. Mit dieser Einstellung kommen wir auch zu einer neuen Idee von Reichtum: wir sind nicht reich, wenn wir viel oder wenig Geld besitzen, sondern dann, wenn wir unser eigenes Leben zulassen.

Beziehungen: Auch zwischenmenschliche Beziehungen sind ein wichtiges Thema bei der Arbeit, insbesondere weil wir mit Menschen zusammenkommen, die wir nicht selber wählen. Negative Beziehungen, also solche, in denen eine oder beide beteiligte Personen einen Energieverlust spüren, kommen durch die oben erwähnten Wunden oder Ungleichgewichte zustande. Wir beenden negative Beziehungen, indem wir unsere Wunden erkennen und heilen. Dann verschwindet entweder die andere Person aus unserem Leben oder die Beziehung wandelt sich. Ich hatte zum Beispiel einmal eine Arbeitssituation in der zwei Vorgesetzte und alle Kollegen Mitglieder meiner Ursprungsfamilie darstellten. Sie lösten bei mir Gefühle aus, welche eigentlich zu meiner Familie gehörten. Indem ich die alten Empfindungen zuliess, konnte ich die Wunden heilen und in der Folge veränderte sich schnell die Zusammensetzung der Einheit in der ich arbeitete. So betrachtet, sind die negativen Beziehungen an unserem Arbeitsplatz sehr wertvoll, weil sie uns auf unsere Wunden aufmerksam machen.
 
Zeitnot: Zeitnot und der daraus resultierende Stress plagt viele von uns. Auch hier lässt sich die schamanische Vorgehensweise anwenden. Fällen wir unsere Entscheide mit dem Herzen, dann haben wir genügend Zeit für unseren Weg. Unterwegs werden uns aber immer wieder verschiedene Themen bezüglich Zeit beschäftigen. Dies gibt uns auch hier die Möglichkeit, unsere Wunden kennen zu lernen und diese zu heilen. Machen wir dies, verschwinden unsere Zeitprobleme.  Ein Beispiel hierzu: Ich komme immer sehr unter Druck, wenn mir jemand einen Termin für eine Arbeit setzt, den ich nicht selber bestimmen kann. Ich habe gemerkt, dass dies bei meiner eigenen Geburt auch so war. Ich wurde damals eingeleitet, konnte also meinen eigenen Geburtstermin nicht selber bestimmen, was eine Wunde im obigen Sinne hinterlassen hat. Ich kann diese nun heilen, indem ich die Empfindungen bei meiner Geburt nochmals spüre. Dies wiederum, macht es weniger Schlimm, wenn ich äussere Termine einhalten muss.

Unsere konkrete Tätigkeit: Alles, was wir im Aussen tun oder wahrnehmen, hat seine Entsprechung in unserem Inneren und demzufolge eine Bedeutung für unseren persönlichen Weg. Viele Menschen merken dies jedoch nicht und üben im Aussen eine Tätigkeit aus, die sie eigentlich im Inneren machen müssten. Oder anders ausgedrückt, gehen wir unseren Weg auch in unserem Inneren, dann kann sich die Situation im Aussen ebenfalls ändern. Es lohnt sich deshalb ganz genau hinzusehen, was wir im Aussen tun, denn dadurch erhalten wir Hinweise für unseren inneren Weg. So können wir unsere Arbeit verändern, ohne dass wir viel im Aussen tun müssen. Sind Sie zum Beispiel Reporter, dann beschreiben und interpretieren Sie die Welt für andere und ersetzen anderen dadurch die eigene Beobachtung. In diesem Fall müssten Sie vielleicht untersuchen, inwieweit Ihre Wahrnehmung durch eine Brille – oder in den Worten, die ich hier verwende, durch die eigenen Wunden – beeinflusst wird.  Sind Sie, als weiteres Beispiel hierzu, Sozialarbeiterin, dann helfen Sie anderen dabei, auf eignen Füssen zu stehen. In diesem Fall müssten Sie sich eventuell fragen, ob Sie selbst in allen Bereichen Ihres Lebens auf eigenen Füssen stehen. Sind Sie abhängig von einer Beziehung oder von einem bestimmten Wohnort? Auf ähnliche Weise können Sie selbstverständlich alle anderen Berufe und Tätigkeiten interpretieren.

Berufung: Im weitesten Sinne ist unsere Berufung unser ganzer Weg, im engeren die ureigene Arbeit oder Tätigkeit, für die wir auf Erden gerufen worden sind. Auch hier geht es um das Gleiche: Die Berufung wird gefunden, indem wir einfach konsequent unseren Weg weitergehen. Wir müssen dabei Acht geben, dass wir uns nicht zu früh auf eine bestimmte Tätigkeit fixieren und wichtige Zwischenschritte vergessen.

 Auf das Herz kommt es an

 Am Schluss möchte ich das Allerwichtigste noch einmal betonen: Setzen Sie alles daran, Ihr Herz kennen zu lernen, und folgen Sie ihm dann ausnahmslos. Lassen Sie Ihre Gefühle, Ihre Verzweiflung und Ihren körperlichen Schmerz zu – anerkennen Sie diese Empfindungen. Wege führen durch den Alltag, auch durch den Arbeitsalltag. Sie sind selten angenehme, sie fordern heraus, sie sind nicht sicher, aber Sie werden dabei sich selber finden. Lassen Sie sich nicht von Versprechen über Erfolg, Sicherheit oder Komfort ablenken. Werden Sie Sie selbst, ganz gleich, was dabei geschieht. Der Weg eines Menschen, der dem eigenen Herzen nachgeht, ist turbulent, schwierig und voll intensiver Gefühle. Aber es ist der eigene Weg. Wenn Sie konsequent Ihrem Herzen nachgehen, wird sich alles weitere von alleine ergeben. Sie werden die richtigen Menschen kennen lernen, Sie werden in die richtigen Situationen geraten, Sie  werden die richtigen Bücher lesen – alles, was geschieht, dient nur Ihrem Weg.

Ist ein Mensch, der konsequent seinen eigenen Weg, also den Weg des Herzens geht, ein Egoist? Nein, denn wenn wir unserem Herz nachgehen, dann machen wir gleichzeitig das Beste für unsere Mitmenschen. Diese mögen zwar mitunter protestieren und nicht einverstanden sein, aber die Erlebnisse, die Sie dadurch erhalten sind eben genau die richtigen. Wir können also auch für unsere Umgebung nichts besseres machen, als unserem eigenen Weg nachgehen.

Freitag, 1. Februar 2008

Systeme und Konzepte


Wo auch immer wir hinschauen, überall sind wir von Systemen und Konzepten umgeben, welche unsere Lebensführung beeinflussen. Viele sind offensichtlich: Im Verlauf eines Lebens besuchen wir die Schule, müssen – falls wir männlich sind – ins Militär, müssen Arbeiten, um eine ganze Reihe von Ausgaben zu bestreiten wie Krankenkasse, Steuern oder die Wohnungsmiete. Wir fahren auf der rechten Strassenseite, halten bei rot, kleiden uns den Normen entsprechend und so weiter. Vielleicht protestieren wir auch gegen all dies und befinden uns dann oft prompt in einer Organisation wieder, die eben genau diesen Protest in seinen Statuten hat – wir sind also erneut in einem System. Vielleicht entschliessen wir uns, uns persönlich zu entwickeln, entdecken die Esoterik und – siehe da - sind schon wieder von Systemen und Konzepten umgeben. Diese erklären etwa, was genau gemacht werden muss, damit die Energien fliessen und wir glücklich und gesund werden.  Und wer – Hand aufs Herz – hat nicht zusätzlich seine eigenen Systeme und Konzepte?  Wir fühlen uns nur wohl, wenn wir den Haushalt und die tägliche Routine auf eine bestimmte Art durchführen.  Wir haben meist sogar unsere eigenen Konzepte zur Ferien- oder Freizeitgestaltung.  Die Liste könnte ich lange fortsetzen.

Und der Schamane? Der Schamane ist ein Mensch, der konsequent sein eigener Weg geht und dazu immer mit seinem eigenen Herzen entscheidet. Widersprechen System und Konzepte nicht dem eigenen Weg? Wie geht er damit um? Hier mein Vorschlag:

1) Wir akzeptieren, dass Systeme und Konzepte existieren, genauso wie wir immer die Umgebung genau so akzeptieren, wie sie eben ist. Denn nur wer seine Umgebung akzeptiert, kann sich darin auch bewegen.

2) In dieser von Systemen und Konzepten durchdrungenen Umgebung beobachten wir nüchtern, welche Möglichkeiten uns offen stehen, inklusive der Teilnahme an bestimmten Systemen oder auch die Absage daran.

3) Dann entscheiden wir mit dem Herzen, was wir tun wollen und setzen diesen Entscheid um.

Die Freiheit des Schamanen kommt also nicht von einer grundsätzlichen Absage an Systeme und Konzepte aber genau so wenig an eine blinde Übernahme. Sondern es ist eine bewusste Entscheidung gegenüber dem, was in jedem Moment beobachtet wird. Eine Entscheidung, die immer neu gefällt wird.

Es geht aber noch einen Schritt weiter:  Alles, was der Schamane im Aussen beobachtet, findet er auch in sich selbst. Das heisst, wenn er sich über Systeme und Konzepte aufregt, dann hat er dieses Thema auch in sich selbst. Zum Beispiel macht er bei Systemen – eigenen oder fremden – mit, ohne sich dessen bewusst zu sein. In diesem Fall wäre die Ärgernis über Systeme eine Aufforderung sich selbst diesbezüglich zu erforschen.

Aber halt! Sind nicht viele Systeme von Aussen gegeben, und wir sind wir nicht einfach ein Opfer davon? Zahlen wir nicht Steuern für Dinge zu denen wir nicht stehen können? Müssen wir nicht viel administrativen Aufwand treiben, den wir nicht einsehen? Sogar hier gilt das gleiche: Beobachten wir das Thema im Aussen, so haben wir es auch in uns. Nerven wir uns etwa wegen einer administrativen Hürde, etwas, welches unser Leben nach unserer Ansicht ungerechtfertigterweise komplizierter macht, so entdecken wir vielleicht ein eigenes mangelndes Vertrauen, dass wir wirklich unseren Weg gehen können. Dies hat wiederum oft mit alten Situationen zu tun, die noch in uns nachwirken und die geheilt werden müssen. Dies geschieht indem wir die damaligen Gefühle nochmals durchleben.

Ein Beispiel macht dies klarer: Ein Kollege regte sich über die vielen Formulare auf, die er an seiner Arbeitsstelle ausfüllen musste. Diese würden ihn von seiner eigentlichen Arbeit ablenken, fand er. Er müsse Aufwand treiben, damit andere befriedigt seien, er müsse einem System folgen, ohne dass produktiv etwas dabei entstand. Mit einer schamanischen Reise entdeckte er, dass sein Ärgernis darüber von früher stammte, als seine Eltern ihm eigene Konzepte auferlegten, gegen die er nicht zu protestieren im Stande war. Seinen eigenen Interessen konnte er dabei nicht folgen. Das Zulassen - im Nachhinein - der damaligen Wut heilte die Wunde nach und nach. Das Resultat: Auch heute muss der Kollege noch Formulare ausfüllen – doch es macht ihm nichts mehr aus.

Letzteres lässt sich verallgemeinern. Wir haben das Thema dann gelöst, wenn es bei uns keine Gefühle mehr auslöst.

Dies alles gilt notabene auch für mich – ich würde keinen Artikel darüber schreiben, falls ich das Thema nicht in mir selbst hätte!

Samstag, 1. Dezember 2007

Umgang mit Krisen


Momentan ist die Finanzkrise allgegenwärtig. In der letzten Ausgabe habe ich bereits eine schamanische Reise dazu vorgestellt. Dieses Mal möchte ich etwas weiter ins Detail gehen und den Umgang mit Krisen oder Katastrophen im Aussen aus einer schamanischen Perspektive aufzeigen. Im Folgenden zeige einige ich verschiedene Blickwinkel, die dabei eingenommen werden können:
 

Persönlicher Umgang


Im Schamanismus geht es in erster Linie immer darum, den eigenen Weg zu gehen. Dies gilt auch für Krisen oder Katastrophen im Aussen. Wir stellen uns also die Frage: Wie finde ich meinen eigenen Weg in diesen oft rasch ändernden Umständen? Ein Vorgehen in zwei Schritten bietet sich an:

 

 
     
 
Krisen bedingen Bewegung. Innere und äussere.
 

 
1. Man frage sich, ob es im Jetzt eine Handlung braucht. Damit wir unseren Weg gehen, entscheiden wir immer mit dem Herzen, ob eine konkrete Handlung notwendig ist oder nicht. Diese Art zu entscheiden wird in Krisen und Katastrophen noch aktueller, denn hier kennen wir selten alle Fakten und können die Konsequenzen unserer Entscheidungen kaum Abschätzen. Falls ein Herzentscheid nicht geht, dann kann eine schamanische Reise Unterstützung bieten. Eine schamanische Reise kann ebenfalls zusätzliche Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Nochmals: Wichtig ist, dass das Herz entscheidet und nicht die Logik oder die Gefühle.
 

 

 
Wohin in der Krise?
 

 
2. Sind die Handlungen vollbracht oder gibt es im Jetzt nichts zu tun, dann können wir uns unserer Heilung widmen. Krisen und Katastrophen werden bei uns Betroffenheit auslösen, ein sicheres Zeichen, dass wir etwas zu heilen haben. Oft sind dies alte Geschichten, die wir rekapitulieren können. Es geht also darum, genau auf die Gefühle, den Schmerz oder die Verzweiflung zu achten, diese zuzulassen und dabei unsere alten Wunden zu heilen (dieses Vorgehen wurde hier schon mehrmals vorgestellt).
 

 

 
In Krisen kennen wir die Fakten nicht: Wir müssen auf unser Herzen hören.
 
 

Ein Beispiel
 

Ein Beispiel aus der Finanzkrise:
 

1. Handlungen erkennen: Es müssen konkrete Entscheide gefällt werden, z.B. ob die Bank gewechselt werden soll, ob ein Vorsorgekonto geändert oder eine neue Stelle gesucht werden müsste. Dies sind alles Herzentscheide und nicht solche, die auf der Meinung anderer oder allgemeiner Ratschläge gefällt werden.

 

 

 
Krisen geben uns die Möglichkeit alte Wunden zu erkennen und diese zu heilen.
 

 
2. Ich heile mich. Die Finanzkrise kann zum Beispiel die Angst auslösen, dass wir im Alter nicht mehr genügend Geld haben. Eine solche Angst könnte auf mangelndes Vertrauen in den eigenen Weg hindeuten. Dies rührt wiederum von einer existentiellen Wunde her. Bei der Suche nach dieser Wunde, kommt man möglicherweise zur Erkenntnis, dass die Eltern bereits dieses Thema hatten, unter Umständen von den Kriegszeiten gefördert und dass wir deshalb in einer Stimmung aufgewachsen sind, in der wir nie existentielles Vertrauen lernen konnten. Diese Erkenntnis alleine heilt aber die alten Wunden noch nicht, die Angst und Verzweiflung, welche als Kind hätten gespürt werden müssen und meistens jedoch nicht hatten zugelassen werden können müssen nachträglich eins zu eins gefühlt werden. Diese Gefühle heilen und bringen uns wieder auf unseren eigenen Weg.

Auf diese Art können wir nun alle Gefühle, welche die Finanzkrise oder andere Krisen auslösen, ebenfalls angehen und nach alten Wunden suchen, die wir heilen können.

 

 
In Krisen sind die Anweisungen oft widersprüchlich. Es zählt in solchen Fällen nur unsere eigene Wahrnehmung.
 


 
Erkennen von Mitteilungen
 
Ein weiterer Zugang zu Krisen ist das Erkennen von Mittellungen. Alles im Aussen hat immer mit uns selbst zu tun. Es ist deshalb am besten, Krisen im Aussen in erster Linie als Mitteilungen an uns selbst anzusehen, denn grundsätzlich können wir nur unseren Weg beeinflussen und kein anderer.
 
Persönliche Mitteilungen: Hier einige Fragen, die wir in Bezug auf die Finanzkrise in Betracht ziehen können:
·         Haben wir das Vertrauen darin, dass wir auf unserem Weg immer genügend finanzielle Ressourcen haben?
·         Wie fälle ich Entschiede wenn alle anderen etwas anderes machen, als mein Herz sagt?
·         Wie gehe ich mit potentiellen oder realen grösseren Verlusten um?  
 
Krisen haben natürlich auch Mitteilungen für „Einheiten“ auf anderen Ebenen. Wenn wir ein Teil dieser Einheiten sind, dann haben sie auch Mitteilungen an uns. Hier einige Beispiele:
 
Mitteilung für die Schweiz: Mögliche Mitteilungen für die Schweiz:
·         Auch die Schweiz ist ein Teil des Ganzen; Wir sind keine Insel. Wir müssen uns auch mit diesem Bewusstsein entwickeln.
·         Die Schweiz legt viel Wert auf Sicherheit, auch finanzielle Sicherheit. Vielleicht müssen wir etwas mehr Vertrauen lernen, im Sinne, dass auch Länder eigene Wege haben und für ihre Wege – genau wie einzelne Menschen – immer genügend Ressourcen haben werden.
Wohnen wir in der Schweiz, dann fragen wir uns, ob wir diese Themen auch in uns selbst haben.
 
 

 
Die Schweiz ist keine Insel.
 
 
Mitteilung für die westliche Zivilisation: Einige Ideen, welche die westliche Zivilisation betreffen:
·         Auf Pump leben widerspricht der Natur, die Natur legt zwar Reserven an, aber nimmt keine Kredite auf. Unser Kapitalismus (es überlebe der Stärkste) kopiert zwar einen Teil der Evolution, aber nicht alle wesentlichen Aspekte der Natur. Wir müssen einen Kapitalismus erfinden, welcher wie ein Ökosystem funktioniert.
·         Reserven, welche die Natur anlegt, sind mit Kosten verbunden. Unser Zinssystem widerspricht auch hier der Natur, wo wir für die Bildung von Reserven (z.B. Bankkonto) „belohnt“ werden und nicht als Kosten anfallen..
·         Menschen werden zwar in den Verfassungen als gleichwertig angesehen, dies wird aber im Praktischen nicht so gelebt.
·         Unsere westliche Zivilisation beruht auf Symptombekämpfung, vor allem auch im Umgang mit Krisen (Rettungspakete etc.) aber schlecht im Aufbau eines nachhaltigen Systems. Wir müssen lernen an den Grund der Probleme zu gelangen, an die wahre Ursachen.
·         Die Krise wurde grösstenteils durch Gier hervorgerufen. Wir müssen lernen, dass immer mehr und mehr nicht besser ist und dass wir nur soviel wollen, wie wir auch wirklich brauchen.
Die Frage an uns: Wo haben wir diesen Themen auch in uns selbst?
 
 

 
Die Finanzkrise hat Mitteilungen für die ganze westliche Zivilisation (Foto: Jakob)
 
 
Mitteilung für die Erde: Auch für die Erde als Ganzes, können Mitteilungen abgelesen werden.
·         Die Erde lebt und wir sind ein Teil davon. Auch die Erde geht eine Entwicklung durch und ist daran, sich zu heilen. Lassen wir die Krise zu, dann kann sich die Erde heilen. Es ist wie bei einem Menschen, es sind die Gefühle, der Schmerz und die Verzweiflung die heilen. Versuchen wir dies zu verhindern, dann hat es die Erde schwieriger, ihren Weg zu gehen.
·         Die Erde hat bisher immer nur gegeben. so viel wir auch immer genommen haben. Die Erde könnte nun lernen nur soviel zu geben, wie auch ihrem Herzweg entspricht.   
 
Wie sieht es für Sie aus? Gerne veröffentliche ich weitere Ideen und Vorschläge über Mitteilungen in weiteren Ausgaben.
 
 

 
Wir sind ein Teil der Erde. Die Mitteilungen an die Erde betreffen deshalb auch uns.
 
 
Der Herzentscheid
 Krisen sind dadurch gekennzeichnet, dass wir ständig Risiken ausgesetzt sind, nicht wissen, wo das nächste Problem herkommt, keinen Überblick haben, nicht alle Informationen kennen aber trotzdem Entscheide fällen müssen. Dies ist eine gute Gelegenheit, das Entscheiden mit dem Herzen zu üben, denn hierzu müssen wir nichts wissen. Die Qualitäten von Herzentscheiden beziehungsweise unseres eigenen Weges zur Liebe, liste ich deshalb hier auf:
·         Auf dem Weg zur Liebe muss jede einzelne Entscheidung mit dem Herzen gefällt werden. Jede. Dies gilt sowohl für die grossen Entscheidungen wie auch für die kleinen. In anderen Worten müssen wir voll und ganz hinter allem stehen, was wir machen. Der Weg darf Gefühle auslösen, ja er muss es sogar, aber wir stehen dahinter. Alle anderen Wege sind nicht Wege des Herzens.
·         Wege zur Liebe lassen sich nicht mit äusseren Massstäben messen. Wir können uns also nicht mit unseren Mitmenschen, mit Geld, mit Erfolg, Karriere, Symptomfreiheit und so weiter messen. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt. Krankheitssymptome, Armut, Einsamkeit sind demnach nicht Zeichen, dass wir uns von unserem Weg entfernt haben, genauso wenig wie Beschwerdefreiheit, Reichtum und Geselligkeit Zeichen sind, dass wir darauf sind. Es gelten nur die inneren Massstäbe. Deshalb können wir auch nur selbst beurteilen, ob wir auf unserem Weg sind oder nicht. Weder wissen andere dies von uns, noch können wir sie beurteilen. 
·         Die Gefühle, der Schmerz und die Verzweiflung werden stetig intensiver. Wir lernen zwar, mit diesen Empfindungen umzugehen und kennen ihre Bedeutung aber als solche werden sie laufend stärker. Dies gilt natürlich nicht nur für die so genannt negativen, sondern auch für die positiven Empfindungen.
·         Auf unserem Weg erhalten wir gerade die richtige Unterstützung und genügend Ressourcen. Unser Weg führt also zur richtigen Menge Geld oder zu den richtigen Menschen, die uns unterstützen.
·         Die Hindernisse, die wir antreffen, fordern uns bis zum Maximum. Sie sind genau so schwierig, dass wir sie gerade noch verkraften können. Mehr ginge nicht. Dies ist deshalb so, weil Entwicklung, also die Wanderung auf unserem Weg, an unseren Grenzen stattfindet.
·         Auf unserem Weg erhalten wir oft kaum Anerkennung, denn diese gibt es in der Regel für Wege, die auch von anderen begangen werden, und die deshalb vergleichbar und messbar werden. Ein eigener Weg ist aber individuell und nicht vergleichbar, weshalb die Anerkennung meistens ausbleibt. Es mag sogar sein, dass andere unseren Weg zu verhindern suchen, denn alle, die dem Herzen folgen, fordern dadurch ihre Mitmenschen ebenfalls dazu auf. Für die meisten Menschen ist dies eine unangenehme Vorstellung, die es zu bekämpfen gilt. Erwarten Sie also auf dem Weg des Herzens weder Anerkennung noch Applaus. 
 
 
      
 
Fluchtschilder sind voller Symbolik.
 
 
Fluchtschilder
 
Jakob: In früheren Ausgaben dieses Forums erwähnte ich, dass der Mensch sich im Verlauf des Lebens von einem „grünen“ Herzen zu einem „weissen“ entwickelt. Diese Farben beziehen sich auf die Aura des Herzchakras. Das „grüne“ Herz ist noch stark auf andere Menschen gerichtet (wie gut geht es dem anderen?) während das weisse auf den eigenen Weg fokussiert ist (wo geht mein Weg durch?). Oft sind äussere Krisen der Auslöser, dass wir unser Herzen von grün zu weiss wechseln. So betrachtet haben diese Schilder genau die richtigen Farben. Diese Schilder erinnern also tagtäglich daran, um was es auf unserem Weg geht.
Übrigens habe ich den Eindruck, dass die Erde zurzeit gerade in diesem Wechsel von einem „grünen“ Herzen zu einem „weissen“ ist (vgl. Mitteilungen zur Erde). Die Erde will sich nicht mehr auf Geben fokussieren sondern auf den eigenen Weg.
 
                                                                                
         
 
Dank Krisen können wir den Weg zu unserem eigenen Herzen, in unsere eigene Mitte finden, wie symbolisch durch das Kreuz dargestellt.